Gedankenmatsch

Montag, 6. oktober 2008

Also ich muss erst einmal sagen, ich liebe meinen Vater sehr. Er ist ja mein Vater. Aber seine niemals zufriedene Art und seine bloße Arroganz nervt mich tierisch an. Nur ist er der einzige Mensch, bei dem ich ausnahmsweise mal nicht so eine große Klappe habe. Bei ihm bin ich ständig blockiert irgendwie.

Selbst wenn man mal etwas Kluges zu sagen weiß (versucht), also ich, dann spricht man es ihm gegenüber aus und stellt unmittelbar danach fest, dass es sich komplett dämlich angehört hat. Dagegen kann ich irgendwie gar nichts machen. Aber es ist auch so schon nicht einfach mit ihm zu reden. Das war schon immer so. Und irgendwie bin ich bei ihm das kleine Mädchen, das von nichts eine Ahnung hat, geblieben.

Kürzlich fragte er mich, eine Achtundzwanzigjährige, wie denn so das Lernpensum voran ginge und welche Noten ich so im Durchschnitt schreiben würde. Glücklicherweise hatte ich wenigstens etwas Gutes zu berichten. Aber dennoch, er gibt einem das Gefühl, dass er es einem nicht wirklich abnimmt… (oder es ist wieder mal nicht gut genug, weil eine Eins eben keine glatte Eins ist), dieser berühmte Unterton von ihm, der mich persönlich immer wieder zusammenzucken lässt. Na ja, oder noch schlimmer: Er belächelt einen. -.-

Wenn ich ihm dann von einigen meiner Lernmarathon, (oder heißt es Marathons? Wie lautet überhaupt der Plural von Marathon? oO), erzähle, die öfter mal so an die sechs Stunden andauern können, dann erzähle ich auch gleichzeitig, dass ich lieber in einer Gemeinschaft lerne. So kann man sich ja wesentlich besser testen und läuft nicht Gefahr im Dunkeln zu tappen, sofern man vorerst nicht so die Leuchte bei Thema X ist. Gut, dann findet er das schön. Aber man sollte nicht den Fehler machen, so wie ich, und zusätzlich erwähnen, dass es dadurch viel entspannter abläuft, weil man dazwischen locker mal eine Pause einlegen kann. Einen Kaffee zwischendurch, zum Hirnentlüften zum Beispiel. In einer Gemeinschaft legt man derartige Pausen „gemeinschaftlich“ fest und diese dauern selbstverständlich niemals länger, als fünfzehn Minuten. Eigentlich bräuchte man so was nicht erklären müssen. Seine Auffassung dazu ist allerdings, wenn man diese sechs Stunden nicht eisern durchlernt, dann bringt das alles nichts.

Ehrlich. Nach solchen Aussagen bin ich immer total geplättet. Mein Vater ist ein Roboter, hehe. Erst hinterher fallen mir dann die besten Konter ein, wie beispielsweise:

„Du hast Recht! Ich bin über dies der Meinung, dass man diverse Unterrichtspausen an Schulen in Deutschland offiziell abschaffen sollte. Pausen… Pah! Das bring doch nix!“

Vielleicht sollte auch allgemein die Erlaubnis entzogen werden, zwischendurch mal das WC aufzusuchen. Das geht ja mal gar nicht. Auch nicht in Pausen. Oh, ach ja. Pausen gibt es ja in seiner Welt nicht. Da müssten sich ja diverse Geschäftchen von selber erledigen.

Ich weiß, ich wirke gerade pampig und kindisch. Aber das sind wirklich so Sachen, die mich total annerven. Und wenn ich aus seiner Sicht sowieso ein Kleinkind bin, warum sollte ich mich nicht einfach auch so verhalten… ;)

 

(5 Minuten später als ich das schrieb…)

 

Ruft mich mein Vater an. Zuerst wollte ich gerade erst gar nicht den Hörer abnehmen. Keine Lust mir wieder so Dinger anzuhören. Aber es war ganz anders. Ich weiß nicht ob es bei ihm jetzt die pure Selbsterkenntnis war, oder ob ihm nicht sogar meine Schwester ins Gewissen geredet hat. Seine Worte klangen gerade nur ganz anders, als am Samstag. Er gab mir Tipps, er versuchte mich zu ermutigen… und der Unterton klang nach einer Art Entschuldigung. Ich bin jetzt doch etwas konfus. Wir unterhielten uns über buchhalterische Tätigkeiten und noch bevor er die Gelegenheit ergreifen konnte mir über diese Thematik etwas zu erzählen, griff ich gleich vor. Da war er endlich mal ruhig. Zumindest ruhiger als sonst, hehe.

Na ja. Jetzt geht es mir immerhin wieder etwas besser. So etwas nagt immer so sehr an mir.
Buch zu und nächstes Thema. ;)

von Aada
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Freitag, 3. oktober 2008

Nein wie ungewohnt! Ich bin heute ganz alleine zu Hause. Eigentlich wollten wir heute zu dritt Jacks Eltern besuchen fahren, aber ich habe es doch noch geschafft mich erfolgreich auszuklinken und die beiden alleine auf diese Mission zu schicken. Sie werden heute auch recht spät nach Hause kommen, vermute ich…Jack sagte da so was. Ich meine, wenn man schon ein langes Wochenende hat und man weiß, dass der gesamte Samstag wieder aus lernen bestehen wird….
Dann wenigstens heute in absoluter Stille verweilen. Wann bekomme ich schon einmal die Chance dazu? ;)

Jetzt merke ich allerdings, dass ich, was das Alleinsein betrifft recht ungeübt bin. „I don´t know what to do with myself!“, so zu sagen, hehe. Unangenehm ist es trotzdem nicht.

 

Wenn ich es mir recht überlege, zu erzählen gibt es wieder nichts. Ich erlebe ja so gut wie nichts mehr. Ich beobachte in der Zwischenzeit, wenn sich mir die Gelegenheit bietet und ich unterwegs bin, nur noch Leute die die Straße auf und ab laufen und denke so bei mir: *Hier laufen sie herum – und woanders werden sie gesucht.*

 

Dafür war meine vergangene Woche recht erfolgreich. Die Klausuren liefen überraschend gut. Es lohnt sich also doch unentwegt mit den Augen an seinen Büchern zu kleben. Aber auf 100 % sind sie immer noch nicht und ich habe nur noch ca. sechs Wochen Zeit. Gestern mussten wir eine Hausarbeit abgeben. Für die hatten wir eine Woche Zeit bekommen und wir sollten den ganzen Stoff, der darin enthalten war unter Prüfungsbedingungen erledigen. Ja, sehr spannend, und vor allem so gut wie unmöglich. Kaum setzt man sich an den ganzen Quatsch dran, klingelt die Tür, das Telefon oder sonste-was. Meine Ohrstöpsel sind inzwischen meine besten Freunde geworden. xD
Und ich fühle mich wie ein Kleinkind.^^

Bezeichnungen wie „Pause“, „große Pause“ oder „Hausaufgaben“, (nicht zu verwechseln mit diesen Hausarbeiten), sind einfach nur erniedrigend. Hin und wieder ertappt man sich schon dabei, dass man sich insgeheim die Prüfung herbei sehnt, damit man den ganzen Quatsch recht schnell hinter sich hat und einfach nur noch arbeiten gehen kann. Andererseits fragt man sich aber dann, ob man dafür überhaupt schon so weit ist. Man fragt sich über dies auch, ob es so eine gute Idee war den gesamten Lehrgang zu verkürzen (?) Aber man will ja weiter kommen, nech.

Kürzlich warf eine junge Frau aus meinem Kurs so ganz trocken und resignierend ein, „Na toll. Ich habe auf den ganzen Mist keine Lust mehr. Ich werde einfach im Tierheim arbeiten.“

Wieder Situationskomik. ;)

Eine andere versuchte auf dem Flur ganz schlau zu sein und sagte verwirrter Weise, „Wer dämlich mit H schreibt ist nämlich.“

Da kann man mal sehen wie weit es mit uns allen schon gekommen ist. Ein anderes Mitglied, (männlich), war vorgestern noch nicht mal mehr in der Lage sich seinen Kaffee einzugießen. Das hätte man mal sehen müssen. Als ob er kurz zuvor für lockere dreißig Minuten einen Presslufthammer bedient hätte. Oder Alkoholiker auf Entzug. Natürlich ging alles daneben.

Aber immerhin recht erbauend zu sehen, dass man nicht alleine als Vollidiot in dieser Riege da steht.

 

Ich hoffe, dass es bald mal etwas Lustigeres zu erzählen gibt. Irgendwie mutiert mein Blog zu einem Meckerblog. xD

Jetzt werde ich mich mal zur Abwechslung auf andere Blogs konzentrieren, heute, da ich ja mal ein bisschen mehr Zeit habe. Danach muss ich noch langweilige Sachen auf den PC abtippen. Das dürfte auch wieder ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen. Jedoch ziehe ich heute das Angenehme dem Unangenehmen mal vor. ;)

von Aada
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Dienstag, 23. september 2008

Mein Kopf ist voll. Ich habe, so kurz vor den Prüfungen, das Gefühl, dass absolut nix mehr rein geht. Klar, das Wissen wird einem auch durch die Verkürzung recht komprimiert aufgetischt. Darum war es über lange Sicht hin abzusehen, dass diverse Blockaden sich einschleichen könnten. Eigentlich sollte man sich das auch immer wieder sagen, damit man nicht den Mut und vor allem die Lust an der Sache verliert. Aber manchmal stellt sich selbst das als nicht so leicht heraus. Bei mir ist es spätestens jetzt so weit. Ich gebe zu, es hat lange gebraucht bis dahin und darüber bin ich eigentlich auch froh, aber gewisse Lernblockaden stellen sich für mich als Egodowner heraus. Man schnallt nichts mehr was die Dozenten einem da vorne sagen und man ist erst recht nicht in der Lage sich zu konzentrieren. Aber sobald man zu Hause angekommen ist und sich noch einmal alleine an gewissen Themen versucht, scheint alles klar zu sein und man fragt sich hinterher: *Was soll ich denn jetzt eigentlich noch lernen? An und für sich kann ich es ja schon und verstehe es.*

Im Unterricht allerdings sieht es dann wieder ganz anders aus. Das Hirn scheint eingenebelt zu sein. Man sieht das sich die Lippen der Dozenten und Dozentinnen bewegen, nur das was er oder sie da erzählen, kommt irgendwie nicht an.

 

 

Letztens versagte ich komplett bei einem Thema, dass ich für gewöhnlich aus dem FF beherrsche. Keine Ahnung was da mit mir los war. Ich verbuche das jetzt bis auf weiteres als eine vorübergehende Blockadenphase und hoffe auf kommende Klarheit, hehe.

 

 

Manchmal bringt es ja schon etwas, wenn man sich ein bisschen ablenkt. Früher habe ich immer Fanfictions geschrieben, (ich weiß, ich bin ein Freak), oder mal nach einem Buch gegriffen. Hier und da die beste Lösung, wenn man mal mit sich selber nichts anfangen kann und verzweifelt versucht, sich von sich selber abzulenken.

Ein Buch würde jetzt allerdings gar keinen Sinn machen. Bei Fanfictions muss man immer so lange überlegen, bis man mal was einigermaßen Geistreiches bzw. Lesbares zustande gebracht hat. Darum stöbere ich seit einigen Tagen so nebenbei im Internet herum und lese die Fanfictions von anderen Leuten. Manche sind ja tatsächlich so mutig und stellen derartigen Krimskrams online. Würde ich jetzt zum Beispiel nicht machen. Ich verrate zwar gerne, dass ich ein Freak bin, aber das muss die Welt ja nicht in allen Einzelheiten erfahren….reicht ja schon, wenn ich einen Blog führe und mich hier zum Affen mache. xD

 

 

Unser Forum habe ich auch seit Ewigkeiten nicht mehr besucht und offen gestanden ein recht schlechtes Gewissen deshalb. Aber wenn ich mich einmal nur wieder auf diese Sachen konzentriere bleibt womöglich nicht mehr genug Luft für das was ich eigentlich machen sollte: Lernen….lernen….Lernen!!!

 

 

Also ist es wohl das Beste für mich ein Stündchen am Abend im Internet herumzusausen und mir fremde, komplett sinnesfreie Fanfictions über *was weiß ich nicht alles* durchzulesen und außerdem bei dieser Gelegenheit bei Overblog.com vorbeizuschauen, um den größten Stuss aller Zeiten niederzuschreiben. Man gönnt sich ja sonst nichts. ;)

von Aada
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Mittwoch, 23. juli 2008
Ich kann also nicht wirklich schreiben. Normalerweise, wenn ich dann blogge, schreibe ich meine Klamotten immer vor und speichere sie sicher auf meinem PC ab. Sie könnten ja evtl. hier verloren gehen....man weiß nie. Darum gehe ich auf diese Art und Weise immer Nummer sicher.

Wie man gesehen hat mangelt es mir hier und da mal an Zeit und abends bin ich sehr oft viel zu müde, um noch etwas zu schreiben. Oft ist es auch so, dass nach so einem Tag -weit weg von der eigenen Haustür- so einiges noch an Haushaltsarbeiten gemacht werden muss. Ich hätte es zwar gerne, aber noch wollen mich die Heinzelmännchen nicht besuchen kommen. Eine Putzfrau wäre mir aktuell zu teuer und mir gefällt auch der Gedanke nicht einen Fremden, während meiner Abwesenheit, in der Bude zu haben.

Zu allem Überfluss gab unser Rechner vergangenen Freitag den Geist auf. Natürlich ist es nichts, was man nicht wieder beheben könnte. Allerdings fühle ich mich derzeit dazu nicht im Stande. Zudem ist Jack hier der Informatiker und PC-Doktor in Person. Aber bisher kam auch er nicht dazu diesen Mißstand zu beseitigen. Darum muss ich notgedrungenermaßen von einem anderen PC aus meine Texte etc. schreiben. Viel Zeit bleibt mir dafür nicht, darum muss ich mich auch dieses Mal recht kurz fassen. Aber ich schreibe dieses hier, damit vielleicht ein paar Leser nicht im Glauben zurückgelassen werden, dass dieser Blog einschlafen und absichtlich vernachlässigt werden würde.
von Aada
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Donnerstag, 26. juni 2008

Nicht das noch der Eindruck entsteht, dass bloß Männer von mir eins auf die Backe bekommen. Was die Frauenwelt betrifft ist mein Weltbild inzwischen noch viel schlimmer. Es gibt genügend Frauen die gewisse Privilegien nicht wertschätzen. Beispielsweise das es ihnen freisteht so ziemlich jeden Berufsweg einzuschlagen, den sie sich nur wünschen. Aber ganz klar: Dafür muss man etwas tun.


Oftmals frage ich mich, was sind das für Frauen die sich stets auf ihren männlichen Partner verlassen oder ausruhen?? Und sofern er nicht mehr da ist verlassen sich einige davon auf den Unterhalt, (der ja jetzt für Frauen gestrichen wird, sofern sie keine Kinder mehr haben die unter drei Jahre alt sind. Der Unterhalt für die Kinder selber bleibt selbstverständlich bestehen.), oder das Kindergeld. Gearbeitet wird nicht. Es wird sich darauf ausgeruht, dass man ja nun Mutter ist und besinnt sich darauf ein Kind nach dem anderen auf die Welt zu bringen, obwohl die eigene private Kasse leer ist. Da scheint es von einigen schon eine Masche zu sein, gleich mehrere Kinder nacheinander auf die Welt zu bringen, nur damit sich die Kasse, mittels Kindergeld und was es sonst noch für Vergünstigungen gibt, wieder füllt.


Da haben wir dann am Ende Kinder, die aus einer „drei Generationen Sozialempfängerfamilie“, (bzw. Hartz IV Empfänger), stammen. Wunderbar! Und alles nur, damit die sauberen Frauen nicht mehr arbeiten gehen müssen. Natürlich trifft das nicht auf jede Frau zu!!!


Ich ziele hier ganz gezielt auf bestimmte Frauen ab. Aber diese sind mit dafür verantwortlich, dass andersdenkende und andershandelnde Frauen mit ihnen in einen Topf geworfen werden. Noch dazu ist es ja in unserem Land sowieso schon so, dass man als Frau, oder Familie, (Vater mit inbegriffen), zu einer Randgruppe zählt. Besonders aber auch Frauen die sich dafür entscheiden mit Mitte zwanzig Kinder zu bekommen, statt ab dreißig. Um es zynisch auszudrücken: Bekommt man hierzulande ein Kind, kann man auch gleichzeitig schon einen Behindertenausweis beantragen gehen. Das kann es doch nicht sein.

 

Wenn man mich fragt, sind die Gelder wie zum Beispiel Kinder- und Erziehungsgeld auf den privaten Konten total falsch aufgehoben. Diese sollten mehr in das Schulsystem fließen, so dass irgendwann tatsächlich mal für jeden jungen Menschen, also für Kinder und Jugendliche, Chancengleichheit besteht. Einer Familie oder einer alleinerziehenden Person diese Gelder auf das private Konto zu überweisen, halte ich für einen großen aber auch naiven Vertrauensbeweis. Ist denn tatsächlich gewährleistet, dass die Kinder jeden Mittag von ihren gestressten und über- oder unterforderten Müttern richtig zu essen bekommen? Laut Medien stellt man ja oft das Gegenteil fest.


Warum dann nicht Schulen mit anständiger Mittags- und Förderungsbetreuung, (für Hausaufgaben und Nachhilfe)? Dort wären diese Gelder meiner Meinung nach wirklich gut aufgehoben und man würde langfristig einem Missbrauch entgegenwirken können, im Sinne der Kinder. Und dabei ist ja noch die Sache, dass die Mittagsbetreuung nur ein kleiner Teil ist. Ich spreche wie gesagt ja auch die Hausaufgaben- und Nachhilfebetreuung mit an. Bei aller Liebe, das sehe ich ein, dass können viele Eltern doch gar nicht leisten. Entweder sie sind selber keine Leuchten oder blicken durch die neuen Lehrmethoden gar nicht mehr durch oder, sie haben einfach keine Zeit, weil sie ja ihrem Job nachgehen müssen. Von Luft und Liebe alleine lebt es sich nun einmal nicht.

 

Aber manche Frauen mit Kindern scheinen das zu denken. Und wenn sie noch keine Kinder haben….KEIN PROBLEM….das ist die einfachste Sache der Welt: dann machen wir eben welche. Finanzeller Hintergrund? Quatsch! Braucht man nicht!!! Wenn man Kinder bekommt, dann kommt man schon zu seinem Geld und das Monat für Monat regelmäßig.

 

Ich glaube nicht, dass das Bestandteil der Idee von der weiblichen Emanzipation war. ;)

 

Im Grunde kann man dass auch auf gewisse Weise verallgemeinern. Es gibt auch Männer die keinen Bock auf Arbeit haben. Aber hier zielte ich, wie gesagt, auf Frauen ab die irgendwie total verdreht zu sein scheinen. Ich sage nur, solange es auf politischer und gesellschaftlicher Ebene kein Problem darstellt, dass sich Menschen im Fernsehen zeigen, insbesondere bei Talkshows, mit T-Shirts auf denen man zu lesen bekommt, „Arbeiten ist scheiße!“, wird sich im allgemeinen Denken unserer Gesellschaft nicht viel ändern. Auch diese übertriebene Sexualisierung macht da vieles aus. Ich greife mir schon alleine an den Kopf, wenn ich schon wieder lesen muss: „Suche den biologischen Vater meines Kindes. Es stünden da vier zur Verfügung. Ich bitte um einen Vaterschaftstest.“ Wie kann denn bitte so etwas passieren? Massenvergewaltigung war es sicherlich nicht. Natürlich steht jedem frei, ob er nun die Glotze den ganzen Tag laufen lässt und sich diese Gehirnverdummung freiwillig zufügt, oder ob man ganz einfach die Kiste erst gar nicht mehr anstellt. Aber viele begrüßen ja diese -Verzeihung- geballte Rotze.

 

Ich finde, wenn Frauen schon sämtliche Möglichkeiten haben, die ja bis vor 50 oder 60 Jahren nicht in der Form zur Verfügung standen, dann sollten sie auch etwas daraus machen. Familienplanung ist eine Krönung vom Ganzen. Eine Komplettierung so zu sagen. Aber gewiss kein Ausweg; keine Ausrede oder dauerhafter Urlaub. Dafür sind die Kleinen viel zu wertvoll. Sie stellen immerhin unsere Zukunft dar. Das gilt ja der Allgemeinheit. Jedoch scheinen das viele vergessen zu haben.

 

 

von Aada
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Mittwoch, 25. juni 2008

Ich bin keine überdrehte Feministin und erst recht keine Emma-Leserin. Eigentlich zähle ich sogar zu DEN Männerversteherinnen schlecht hin. Jedoch hat alles seine Grenzen! Und hier möchte ich mich gewiss nicht über die Männerwelt auslassen aber, ist es schon einmal aufgefallen, dass es Frauen die berufstätig sind und gleichzeitig Familie haben nicht wirklich einfach gemacht wird? Im Durchschnitt verdienen Frauen bei gleichem Beruf und gleicher Leistung immerhin 22 % weniger als Männer. Sofern Männer eine biologische Beförderung als Vater erhalten, erhalten sie gleichzeitig im Berufsleben eine Gehaltserhöhung. Das ist bei Frauen, die Kinder bekommen nicht der Fall. Bei denen wird nur geguckt: Wann kommen sie endlich wieder zurück in den Betrieb und wie gewährleisten sie künftig die Betreuung ihrer Kinder? Männer werden mit solchen Fragen, „Und was machen Sie, wenn ihr Kind mal krank wird?“, nicht oder nur selten konfrontiert. Man muss sich als weiblicher Mensch tatsächlich gründliche Gedanken machen, ob es sich heutzutage noch lohnt überhaupt Kinder zu bekommen. Schließlich leben wir im Zeitalter der Gleichberechtigung, was ich sicherlich als eine gute Sache verstehe. Allerdings wird das Doppelte verlangt. Man muss gleiche, wenn nicht sogar bessere Leistung im Beruf bringen und wenn man Kinder hat, dann wird einem noch mal besonders stark auf die Finger geguckt so nach dem Motto: „Ist sie denn auch wirklich bei der Sache?“


Die Zeiten der silbernen Hochzeiten sind vorbei! Es steht jedem frei eine Ehe oder eine Lebensgemeinschaft grundlos zu beenden. Ob da Kinder mit im Spiel sind spielt da keine Rolle. Scheidungen werden einem einfacher gemacht denn je. Besonders der Männerwelt, oder täusche ich mich da? Natürlich abgesehen davon, dass sie im Falle einer Trennung für den Unterhalt ihrer Kinder aufkommen müssen. Das ist ja alles schön und gut, aber wäre es nicht langsam mal an der Zeit, dass es Kindern und Frauen in dieser Sache einfacher gemacht wird? Das sich eine Frau nicht mehr so überschlagen muss, sofern sie wirklich arbeiten gehen, ein funktionierender und produktiver Teil der Systems werden möchte? Warum ist dann die Kinderbetreuung in diesem Land so bescheiden?

 

Was mich betrifft: Es ist auch bei mir nicht einfach. Aber wenigstens kann ich von mir noch behaupten, dass ich einen Partner habe, der wiederum noch an meiner Seite steht und somit aktiver Mitverdiener ist. Wäre dem nicht so, oh, dann wäre ich aber aufgeschmissen. Dann wäre alles umsonst gewesen. Meine Schullaufbahn, meine Ausbildung und meine Jahre die ich praktisch im Beruf verbracht habe, (trotz Kind wohlbemerkt). Auch die Fortbildung wäre nicht möglich, denn dafür bräuchte ich das nötige Geld um mir eine Kinderbetreuung leisten zu können. Das kann ich nur, weil ich einen Partner habe der ebenfalls zur Haushaltskasse beiträgt.


„Für die Fortbildung, die nötigen Kurse und die damit zusammenhängenden Prüfungen können Sie nur zugelassen werden, sofern Sie eine Ganztagsbetreuung für ihr Kind nachweisen können. Darum müssen Sie sich kümmern.“


Warum muss eigentlich ICH mich darum kümmern? Ist das jetzt die Strafe dafür, dass ich Mutter geworden bin? Es hört sich fast schon so an. Nun gut, ich kann die Betreuung für mein Kind nachweisen. Aber ich halte diese Tatsache, dass Frauen bzw. Familien in dieser Hinsicht nicht unterstützt werden, (im Sinne der Kinder und der Gesellschaft), für eine ganz grausame Angelegenheit.


In anderen Ländern gibt es schon lange brauchbare Lösungen für diese Sachen. Dort gibt es auch kein KiBiz. Wäre das KiBiz zum Beispiel nicht gewesen, dann hätte ich jetzt einen Ganztageshort für meinen Sohn für den ich ebenfalls bezahlt hätte. Aber dann hätte ich mir, so wie jetzt, keine Gedanken machen müssen.

 

Das schreibe ich natürlich im Namen aller fleißigen und zielstrebigen Frauen, die es dennoch wagten Mutter zu werden und somit einen Haufen Verantwortung auf sich nehmen, ohne dass es ihnen jemals angemessen gedankt, oder wenigstens einigermaßen anerkannt wird.

von Aada
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Donnerstag, 19. juni 2008

Kürzlich beim Durchforsten des Internets, bin ich wieder auf das Thema "HIV" und "AIDS" gestoßen. Es ist schon unglaublich wie häufig sich immer noch Menschen anstecken und schrecklich daran ist, dass die Zahlen, alleine in Deutschland, mal wieder steigen. Es gibt einfach zu viele Leute, die glauben, dass sei keine schlimme Krankheit. Zu viele leben mit dem falschen Wissen, dass HIV heilbar sei, oder dass man sich dagegen impfen lassen könnte. Es ist richtig, man kann diese Krankheit eine Zeit lang in Schach halten, in manchen Fällen bricht der Virus sogar nach über 20 Jahren noch nicht aus, Dank der modernen Medizin.


Aber das löst das eigentliche Problem immer noch nicht: Die Ansteckung. Gerade junge Leute gehen da oftmals recht sorglos und arglos mit diesem Thema, bzw. mit dem eigenen Körper und vor allem mit der Gesundheit anderer um. Da liest man so Kommentare wie zum Beispiel, "Ach, mein Vater lebt jetzt schon seit 17 Jahren mit diesem Virus und es geht ihm immer noch nicht schlecht. Man stirbt ja nicht gleich daran und anstecken kann er auch so schnell keinen. Das geht ja nur durch offene Wunden, bzw. Blutübertragung und SEX."


Das mag ja alles richtig sein, klingt jedoch nach krasser Verharmlosung aus meiner Sicht. Besonders die jungen Menschen, die noch alles vor sich haben, betrifft das Thema. Die Lebensqualität wird durch so eine Krankheit doch enorm eingeschränkt, oder etwa nicht? Zum Beispiel wäre dann nichts mit Familienplanung. Bestimmte Berufe können oder dürfen dann nicht ausgeübt werden und überhaupt hat das Ganze nichts mehr mit Freiheit zu tun, abgesehen davon, dass der Sensenmann einem immer in den Nacken haucht. Schon eine kleine Erkältung könnte da ein Todesurteil sein. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren wurde die Sache kaum mehr richtig thematisiert. Nicht so, wie zu den Anfangszeiten, als die Krankheit erstmals als solches publik wurde. Ich halte das für eine erschreckende Tatsache und das Verhalten einiger regt mich diesbezüglich furchtbar auf!!!

von Aada
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Mittwoch, 18. juni 2008

Dass ich mich gerne austausche, dafür bin ich ja bekannt. Dass ich auch gut und gerne als Klugscheißerchen bezeichnet werde, ist MIR im Gegenzug bekannt. Aber keine Angst, das bin ich nicht. Nur ist es so, falls mir ein Fehler ins Auge fällt, ob orthographisch oder informations- und inhaltstechnisch, neige ich dazu die Leute darauf hinzuweisen und ggf. zu berichtigen. Warum? Also keinesfalls weil ich der persönlichen Auffassung bin selber alles besser zu wissen. Dem ist nicht so und das ist mir selbstverständlich bewusst. Allerdings freue ich mich selber immer wieder darüber, wenn mich jemand auf meine Fehler hinweist und mich berichtigt. So etwas schätze ich sehr. Es bildet einen ja auch u.a. weiter. Darum verstehe ich nicht, weshalb so viele Leute sich auf den Schlips getreten fühlen, wenn einer versucht sie zu berichtigen? Das geschieht doch mit bester Absicht und ist, von meiner Seite aus jedenfalls, überhaupt nicht als herablassend zu verstehen. Dennoch begegnet mir dieses Phänomen immer wieder und auch anderen Menschen, die sich trauen wieder anderen Menschen zu sagen, was da jetzt falsch oder nicht ganz so richtig war. Ich halte es für ignorant wenn man es nicht tut. Ist es denn tatsächlich besser, wenn man jemanden stillschweigend für einen Idioten hält, ihm aber durch das eigene Wissen nicht Gelegenheit bietet dieses Bild zu revidieren aber sich stattdessen, hinter seinem Rücken über ihn lustig macht? Also ich würde letzteres für viel schlimmer halten.

 

Leute die sich nichts annehmen wollen verstehe ich nicht. Genauso wenig Menschen, die sich im Stillen denken: „Ach lass ihn/sie doch dumm sterben.“

 

Kürzlich zum Beispiel schickte mir jemand eine nette Postkarte. Er hatte sie selber erstellt mit allem Schnickschnack. Das Wort „geniessen“ sprang mir da so sehr ins Auge. Ich bedankte mich zunächst für diese liebe Karte und wusste gar nicht, dass er sie selber gemacht hatte. Eigentlich dachte ich, dass er sie von irgendwoher aufgegabelt hätte. Also hatte ich gar nicht mal vor ihn wirklich zu berichtigen. Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen ihm zu schreiben, dass man „geniessen“ mit scharfem ß schreibt. Daraufhin bedankte sich der um die 40 Jahre alte Kerl bei mir und fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass sich in meinem Alter meine Rechtschreibkenntnisse noch verbessern lassen.“


Warum nicht? So wie er antworten viele, aber das Warum bleibt da bei mir immer offen im Raume stehen. Weil sie nicht können? Weil sie nicht wollen? Ich kann es mir nicht erklären. Auch ich mache so oft Fehler. Wenn ich sie dann hinterher entdecke, ist es mir immer so peinlich…..ich muss sofort alles davon verbessern. Mir sind Tippfehler beispielsweise ziemlich egal. Kann jedem passieren. Auch so Kleinigkeiten, wie das gerade genannte Beispiel, sind eigentlich ebenfalls nicht als tragisch zu werten. Jedoch bekommt man hin und wieder private Emails oder PNs bei denen man wirklich enorm rätseln muss, um am Schluss ergründen zu können, was das denn jetzt eigentlich bedeuten könnte. Hier handelt es sich oftmals um einheimische Mitbürger. Nicht, wie so oft vermutet, von ausländischen Mitbürgern. Das ist zwar auch oft der Fall, allerdings kann man dann ja viel eher darüber hinwegsehen. Besonders erschreckend für mich ist, wenn es dann Leute sind, die locker meine Eltern sein könnten. Oder solche, von denen ich weiß, dass sie den Beamtenstatus haben oder einst Abitur gemacht hatten. Wie kann so etwas passieren? Bin ich etwa intolerant?

von Aada
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