Montag, 23. juni 2008

 

 

"Meine Wärter versuchen weiterhin mich mit kleinen Objekten an Schnüren zu locken und zu reizen.

Ich habe beobachtet wie sie sich den Bauch mit frischem Fleisch vollschlagen, während sie mir nur zerstampfte gekochte Reste von toten Tieren mit kaum definierbarem Gemüse vorsetzen.

 

Die einzige Hoffnung die mir bleibt, ist die einer baldigen Flucht. Währenddessen erlange ich Genugtuung in dem ich das eine oder andere Möbelstück zerkratze. Morgen werde ich mal wieder eine Zimmerpflanze fressen.

 

Heute habe ich es beinahe geschafft, einen Wärter durch schleichen zwischen den Beinen zu Fall zu bringen und ihn dadurch zu töten.

Ich muss einen günstigen Moment abpassen, zum Beispiel wenn er sich auf der Treppe befindet.

Um meine Anwesenheit abstoßender zu gestalten, zwang ich Halbverdautes wieder aus meinem Magen auf einen Polstersessel. Das nächste Mal ist das Bett dran.

Mein Plan, ihnen durch den geköpften Körper einer Maus Angst vor meinen mörderischen Fähigkeiten einzuflößen ist auch gescheitert.

Sie haben mich nur gelobt und mir Milchdrops gegeben. Was wiederum gut ist, weil mir davon schlecht wird.


Heute waren viele ihrer Komplizen da. Ich wurde für die Dauer ihrer Anwesenheit in Einzelhaft gesperrt. Ich konnte hören, wie sie lachten und aßen. Ich hörte, dass ich wegen einer „Allergie“ eingesperrt wurde. Ich muss lernen, wie ich diese Technik perfektionieren und zu meinem Vorteil nutzen kann.


Die anderen Gefangenen sind Weicheier und wahrscheinlich Informanten. Der Hund wird oft freigelassen, kommt aber immer wieder freudestrahlend zurück. Er ist offensichtlich nicht ganz dicht. Der Vogel dagegen ist garantiert ein Spion. Er spricht oft und viel mit den Wärtern. Ich glaube, dass er mich genauestens beobachtet und jeden meiner Schritte meldet.


Da er sich in einem Stahlverschlag befindet, kann ich nicht an ihn ran. Aber ich habe Zeit.

 

Mein Tag wird kommen…"

 

 

von Aada - veröffentlicht in: Internetfundus (Witz)
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Sonntag, 22. juni 2008

Vor einigen Tagen durchwühlten Jack und ich unsere Schränke und Kartons im Keller. Eigentlich suchten wir nach alten Bewerbungsunterlagen von mir. Bewerbungsunterlagen, und wenn sie noch so alt sind, sind Gold wert.

 

Während wir so wühlten und suchten, kamen auf einmal Gegenstände, Schriftstücke etc. pp. aus meinem „alten“ Leben hervor. Erinnerungen an eine Zeit, die so unkompliziert war. Man erinnert sich daran, wie man einst dachte und sein Leben führte. Vor allem aber wie man damals plante sein Leben in Zukunft zu führen. Ich wollte zum Beispiel früher niemals Kinder haben. Die wollte ich erst als ich erfuhr, dass ich keine kriegen könnte. Wie sehr ich keine Kinder bekommen kann weiß ich ja heute. ;)

 

Ich habe früher viel gezeichnet und geschrieben. Als ich mit ca. zwanzig Jahren so für mich wusste, welchem Beruf ich hauptsächlich nachgehen wollte, waren meine Eltern geplättet. Sie verstanden das mal wieder als ein Aufbegehren, denn es war ja klar: Dieses Kind ist kreativ. Warum also Finanzen, Buchungssätze und Verwaltung?? Heute kräht kein Hahn mehr danach, obwohl sie es immer noch nicht verstehen. Bislang versteht es keiner, der mich wirklich kennen gelernt hat und besonders keiner, der mich schon länger als länger kennt. Dazu gehören ja auch Freunde, Bekannte und Verwandte. Das Hinterfragen hat natürlich nie aufgehört. Zwischenzeitlich stellte ich mir selber diese Frage, fand allerdings recht schnell für mich eine Antwort. In meinem Kopf und in meinem Leben geht so ziemlich alles drunter und drüber. Ich suchte mir also etwas, was Ordnung in mein Leben bringen könnte. Buchhaltung ist dann doch das aller beste Mittel. xD

So trocken und fad und voller durchorganisierter Ordnung. Eines kann ich jedenfalls sagen: Zwischen meinem Kleiderschrank und meinem Schreibtisch liegen WELTEN (!)

Verblüffend, nicht wahr?

 

Aber das ist nicht alles an Erinnerungen die zu Tage kamen. Im nächsten Moment streckte Jack mir ein altes, noch ungebundenes Buch von mir entgegen. Ich habe es damals, zusammen mit anderen aus der Sumatra-Gruppe, geschrieben. Vier Wochen waren wir damals also auf Sumatra, einer indonesischen Insel. Unser Projekt war, missgestalteten Kindern aus ärmlichen Verhältnissen zu helfen. Die meisten davon kamen mit einem Wolfsrachen auf die Welt. Eine Folge von mangelhafter Ernährung während der Schwangerschaft. Keine Seltenheit in dieser Welt. Wir arbeiteten zunächst von Deutschland aus ehrenamtlich, indem wir einen Kiosk eröffneten. Was wir von dort aus einnahmen, wandelten wir u.a. in Operationsbesteck aus Deutschland um und brachten es höchst persönlich nach Sumatra in die Krankenhäuser. Auch bei einigen Operationen an den Kindern waren wir dabei. Fotos in diesem Buch belegen das. Wir selber lebten, um einiges besser nachempfinden zu können, selber in ärmlichen Verhältnissen. Ich gebe zu, wenn man sich allein die gegenwärtig politischen Verhältnisse dort ansieht, war das damals weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber immerhin eine recht wertvolle Erfahrung.


Wie lange nehme ich mir nun schon vor dieses Buch binden zu lassen und eventuell zu veröffentlichen? (Natürlich dann auch wieder ehrenamtlich).

Bisher habe ich es jedenfalls nicht in die Tat umgesetzt und immer wieder wenn ich dieses Buch in Händen halte frage ich mich, was mich in all der Zeit eigentlich aufgehalten hatte. Jetzt gerade frage ich es mich wieder.

Auch andere Bücher, von mir selber geschrieben, (die ich allerdings nicht veröffentlichen möchte bzw. muss), tauchten auf. Oder Liedtexte, welche ich damals für meine alte Band geschrieben hatte. Bei wie vielen Bands war ich eigentlich insgesamt schon Mitglied? Wenn ich im Kopf so resümiere, müssten es auf jeden Fall ganze drei gewesen sein. Was tat ich dafür, um damals überhaupt daran teilhaben zu können? Ach ja…. Ich spielte Klavier und Keyboard und fing zwischenzeitlich, (und dass recht spät), mit Gitarre an. Lange dahinter lag eine Gesangsausbildung. Es gab also einige Gründe, warum ich mich Mitglied schimpfen konnte. Aber was ist jetzt? Jetzt ist nichts von all dem übrig geblieben, außer natürlich den Erinnerungen. Und das stört mich noch nicht einmal. Es ist nicht so, dass ich diesen Zeiten hinterher trauere. Ich hatte sie ja und jetzt brauche ich sie nicht mehr. Aber wenn man mit dem Ganzen noch einmal konfrontiert wird, und das passiert zwangsläufig wenn man seine Vergangenheit durchwühlt, dann fragt man sich schon was man früher wohl für ein Mensch war. Einige würden mich noch heute als eine Idealistin bezeichnen. Mein Vater zum Beispiel. Und nicht immer ist bzw. war er zufrieden damit. Früher soll ich es auf jeden Fall gewesen sein. Ich war das schwarze Schaf in der Familie. Es hieß, ich würde immer das Gegenteil von dem machen, was man von mir erwartete. Diverse Unverschämtheiten schrieb man mir zu. Kein Taktgefühl und immer musste ich sagen, was ich gerade dachte. Ob nun passend oder unpassend. Ich bin eigentlich der Meinung, dass ich das auch noch heute tue, bloß ohne diesen pubertären Beigeschmack. Das finde ich besonders erstaunlich. Wenn man also die Grenze der Dreiundzwanzig noch nicht überschritten hat, ist man unverschämt sobald man offen sagt was man denkt. Aber ich hatte natürlich auch nicht nur schlechte Eigenschaften: Ich soll auch einen unheimlichen Gerechtigkeitssinn gehabt haben, sowie eine ziemlich soziale Ader. Besonders für Minderheiten. Heute hält man mich für unkompliziert und aufgeschlossen. Ja, sogar mutig meine ich mal vernommen zu haben. Auf einmal bewundern einen die Menschen, weil man sich traut Sachen auszusprechen, die man ja eigentlich nicht ausspricht. „Sie hat sich ihre Kindlichkeit und ihre innere Unschuld bewahren können.“, sagte vor ein paar Jahren eine alte Freundin meiner Mutter und blickte mir lächelnd nach. Ich habe sie mir nicht bewahren können. Viel mehr war ich nie in der Lage sie ablegen zu können, aber gut. Ich muss ja sowieso immer Widerworte geben.

Als mein Vater damals von meiner Schwangerschaft mit Kjartan erfuhr seufzte er meiner Mutter nur in den Telefonhörer, „Hach, naja. Vielleicht macht es sie ja vernünftiger…..“ Heute sind beide der Meinung, dass es tatsächlich so gekommen ist. (Das lassen wir jetzt mal so dahingestellt).

 

Beziehungen waren mir auch nie wirklich so wichtig. Es lief. Sofern nichts von Beziehung oder dergleichen in Sicht war, war es auch in Ordnung. Jedenfalls war ich nicht auf der Suche. Es ergab sich immer so. Meistens waren es ja Irrtümer, aber das hatten wir ja schon. ;)

Das war, glaube ich, die größte Sorge meiner Eltern. Naja gut, eigentlich mehr die größte Sorge meines Vaters. Uns trennten ja immer recht viele Kilometer, (ja, ich bin ein Scheidungskind), und darum bekam er immer nur sehr flüchtig einen Eindruck meines Lebens. Wie ich ihn damals oftmals verstanden hatte, hatte er den Eindruck von mir, dass ich durch sämtliche Betten hüpfen würde. Hähä, wenn der wüsste was für ein Mauerblümchen ich in Wahrheit bin. ;)

Aber auch wieder erstaunlich: Was für schlimme Dinge einige Menschen, besonders die ganz nahestehenden, von einem denken und wie harmlos es dann tatsächlich ist. Diese Vermutung, was meine Person betrifft, war nicht wirklich ungewöhnlich was heißen soll, dass mein Vater gewiss nicht der einzige Mensch war, der derartiges von mir dachte. Aber leider muss ich diesbezüglich immer wieder enttäuschen: Ich bin geradezu langweilig.

Eine langweilige Idealistin, die mit ihren fast dreißig erreichten Jahren bloß mit insgesamt vier männlichen Wesen das Bett teilte, eine bürokaufmännische Berufsausbildung absolvierte und nun Finanzbuchhalterin werden will. Tja. Angesichts dessen, dass meine Eltern damals eher vermuteten, dass ich heute hardrockenderweise auf oder hinter diversen Bühnen herumlungern würde, mir dabei die Hucke voll saufe oder schlimmeres, ist mein tatsächliches Leben doch recht banal, oder? Ob sie wohl enttäuscht sind? Immerhin lagen sie ja total falsch.


 

Naja, dafür bin ich auf andere Art und Weise Freak geblieben. Zum Beispiel zähle ich mich seit ca. siebzehn ( 14/8 Jahren), Jahren zu den eingefleischten A.v.P.-Fans. Sogar Fanfictions schreibe ich unter anderem. Ich sammle Figuren und Bücher darüber. Nebenbei bin ich Moderatorin in einem A.v.P-Forum. Sind das nicht Sachen, die man als Mutter eines bald Vierjährigen, Hausfrau, Lebenspartnerin und Buchhalterin, eigentlich nicht machen sollte? Vielleicht sollte ich recht schnell meinen Eltern davon berichten und ihnen sagen, dass ich mir schon ziemlich bald einen Alienrunner-Wohnzimmertisch, gefertigt aus Motorradteilen, zulegen möchte. Aus Übersee versteht sich und schweineteuer. Ich denke sie wären glücklich darüber nach so langer Zeit nun endlich wieder den Kopf wegen mir schütteln zu können. Von meinem Musikgeschmack erst gar nicht zu sprechen…… ;)))))

 

 

*Nachtrag*

Bevor ich es vergesse: Ich habe inzwischen mein Arbetiszeugnis erhalten. Was soll ich sagen? Das was ich da las war ein TRAUM !!! *hüpf*


 


von Aada - veröffentlicht in: Privatleben
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Samstag, 21. juni 2008

....ein netter PN-Wechsel zwischen mir und einem Jux.de-Mitglied:



-„hei.du sehr hübsch.ich möchte gerne dich kennen lernen.“

 

*„das scheint hier der standardsatz zu sein. nur immer wieder anders falsch geschrieben. ;)“

 

-„ja leider für die hübsch frauen gibt es nur par wörter…“

 

*“aha. wie findest du das wort: „vergeben“ ?? ;)“

 

-„viele schreiben einfach vergeben obwohl das nicht stimmt…“

 

*“ich bin nicht viele. ich bin vergeben. so ist das nämlich. und so bleibt das auch.

   kein interesse: tschüss; zähne putzen und ab ins bett!!!“

von Aada - veröffentlicht in: Internet und Emails
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Freitag, 20. juni 2008

Und das bekam ich gestern während eines Telefongesprächs mit einer alten Bekannten von mir. Wir hatten uns lockere drei Jahre aus den Augen verloren. Obwohl, verloren kann man nicht wirklich sagen. Viel eher war es so, dass ICH mich nicht mehr gemeldet hatte, was bei mir zwischendurch mal für längere Zeit passieren kann. So bin ich nun einmal. Ich verschwinde unverhofft und tauche eines Tages ganz plötzlich wieder auf.

 

Bevor wir es wagten wieder miteinander zu telefonieren, fand ein Emailaustausch zwischen uns statt. Diese Email, mit all ihren Neuigkeiten, war erst einmal die volle Wucht für mich. Um das zu erklären, müsste ich jetzt etwas vorgreifen.

 

Als wir uns nämlich das letzte Mal begegneten, war mein Sohn gerade erst ein halbes Jahr alt. Während meiner Schwangerschaft verbrachte ich ebenfalls einiges an Zeit mit ihr. So kam es natürlich oft dazu, dass wir -was Frauen halt so tun, wenn sie unter sich sind- uns über Privatleben, Beziehung und Familienplanung unterhielten. Lag ja auch für mich damals ziemlich nahe, da ich ja schwanger war. Als wir jedoch auf sie zusprechen kamen äußerte sie sich eher so, dass sie und ihr damaliger Lebensgefährte, (jetzt Ehemann), nicht wirklich über Kinderplanung nachdachten. Ist ja auch nicht weiter schlimm. Jedenfalls, so wie sie sich damals dazu äußerte, klang das unterschwellig sogar so, als ob sie überhaut niemals Kinder haben wollen würde. Immerhin war sie ja auch schon 34 Jahre alt. Selbst wenn sie ansatzweise mit meinem Sohn konfrontiert wurde wirkte sie etwas distanziert. Überhaupt so was Kinder anging. Bei ihr, im Bezug auf meinen Sohn, war es jedenfalls so eine Mischung zwischen Unbeholfenheit und einem kleinen Hauch von Abneigung, was sich jetzt vielleicht hart anhört. (Als Ekel wollte ich es jetzt dann doch nicht bezeichnen).

Mit Kindern im Allgemeinen, so hatte es den Anschein, konnte sie so gar nichts anfangen. Das nahm ich ihr natürlich nicht übel, wenn gleich die Tatsache bestand, dass sie sich je sichtbarer meine damalige Schwangerschaft wurde, von mir persönlich distanzierte. Ich nahm ihr das nie wirklich übel. Es verletzte mich nicht einmal, weil ich viele Menschen kenne, die mit Kindern nichts anfangen können. Da wäre zum Beispiel mein bester Freund: Er ist nun auch bereits 37 Jahre alt und hat sich ganz klar gegen Kinder und Familie entschieden, weil er damit einfach als Mensch nichts anfangen kann und trotzdem besteht zwischen uns weiterhin eine enge Freundschaft und Vertrautheit. Man muss halt nur als Gegenüber in der Lage sein zu begreifen, dass man sich in diesem Punkt voneinander unterscheidet und dieses akzeptieren. Alles kein Problem.

 

Um wieder auf meine Bekannte und diesen Emailwechsel zurückzukommen: Ihre Email haute mich gerade zu um! Von jedem hätte ich es angenommen, aber gewiss nicht von ihr als sie da so locker schrieb, dass sich ebenfalls vieles bei ihr getan hätte. Sie sei jetzt im siebten Monat schwanger und erwartete einen kleinen Jungen.

UFF !!! Mein Gesichtsausdruck muss Bände gesprochen haben, während ich diese Email las. Als ich mich wieder einigermaßen gefangen hatte, freute ich mich selbstverständlich für sie. Auf der anderen Seite dachte ich mir, ´Mädel, du fängst mit deinen 38 Jahren aber früh an mit deiner Familienplanung.´  Aber gut. Das sollte von mir gewiss nicht als ein schlechtes Urteil angesehen werden. Meistens bestehen ja Gründe, warum man entweder früher oder später, oder sehr viel später, (so wie sie), damit anfängt.

 

Als wir dann gestern miteinander telefonierten, erfuhr ich auch ihre besagten Gründe. Bis vor ungefähr zwei oder drei Jahren befand sich ihr Lebensgefährte noch mitten im Studium. Als er es dann erfolgreich abgeschlossen hatte, beschlossen die beiden erst zu heiraten. Eigentlich eine vernünftige Sache was die Reihenfolge betrifft. Meine bessere Hälfte und ich hielten diese Reihenfolge nicht ein. Bis heute noch nicht. Wir wissen zwar, dass wir irgendwann….eines Tages heiraten wollen, jedoch WANN steht noch nicht fest. Aber heiraten war für Jack und mich auch nie so wirklich wichtig, davon mal ab.

Nach der Hochzeit planten die beiden ebenfalls nichts Konkretes bezüglich einer eventuellen Familienplanung. So nach dem Motto: „Wenn´s passiert, dann passiert´s. Wenn nicht, dann halt nicht. Auch gut.“

Wiederum ein bis zwei Jahre später wurde sie dann tatsächlich schwanger. Im Gespräch selber fügte sie dann noch hinzu, dass es höchst wahrscheinlich, (und das bedeutet bei ihr soviel wie GANZ SICHER), bei einem Kind bleiben wird. Sie wäre ja jetzt auch nicht mehr die Jüngste zum Kinderbekommen. (Ja, da liegt sie in der Tat gar nicht mal so falsch).

 

Das klingt alles im Grunde super schön. Aber weil ich sie noch aus anderen Zeiten kenne und ungefähr weiß wie es sich anhört wenn sie sich über etwas freut, entwickelte sich bei mir dieses seltsame Gefühl, während sie mir all das am Telefon berichtete. Das klang alles so brutal emotionslos. Als ob es das nebensächlichste auf der ganzen Welt wäre. Keine Spur von Freude oder Vorfreude; kein Lachen oder Aufhellen in ihrer Stimme. Ja, es kam einem beinahe schon so vor, als hätte mir das ein Voice-Programm berichtet. Weil mir das Ganze zunehmend unangenehm wurde fragte ich sie irgendwann einfach danach, wann denn der errechnete Geburtstermin sei. Daraufhin erzählte sie mir weiter, auf diese gefühlstote Art, dass es Anfang September sei. Allerdings würde sie hoffen, dass das Kind früher auf die Welt käme, denn im September hätte ihre Schwester Geburtstag. Das wäre aus ihrer Sicht völlig unpassend, wenn das Kind erst dann auf die Welt käme. Zwei Geburtstage innerhalb eines Monats in der Familie gingen ja mal gar nicht. Ich sagte dazu nicht viel außer, „Naja, über sowas haben wir uns damals nun wirklich keine Gedanken gemacht.“ DOCH, sowas wäre super wichtig für sie und darum total unpassend, käme das Kind zum ausgerechneten Termin. (Also ich würde mir wahrscheinlich eher darüber Gedanken machen, dass ich es schaffe mein Kind vollständig auszutragen statt zu hoffen, es käme früher, weil eine meiner Schwestern da Geburtstag hat. Mir ginge es da um die Komplikationen einer eventuellen Frühgeburt, welche ich nicht haben wollte und vordergründig um die Gesundheit meines Kindes.)

Aber gut, jeder denkt da wohl anders. ;)

 

Nun gut. Bevor wir das Gespräch beendeten versprach ich ihr, dass ich nächste Woche versuchen würde sie in ihrem Betrieb zu erwischen und zu besuchen. Schließlich geht sie nach Ablauf der nächsten Woche in den Mutterschutz und ist dann erst einmal weg. Ich werde dann auch keine Zeit mehr haben, weil bei mir dann erst einmal der ganze Krampf anfängt.

Aber im Mai wird sie schon wieder halbtags arbeiten gehen, sagte sie voraus.

Vielleicht werde ich es schaffen sie im Laufe der nächsten Woche mal zu besuchen. Dann wäre ich für mich schon einmal darauf gespannt, wie sich erst ein Treffen mit ihr anfühlen wird. Der Anblick, das weiß ich jetzt schon, wird jedenfalls ein ungewohnter sein. Sollte ich es nicht schaffen, dann sehen wir uns voraussichtlich erst im Mai wieder.

Mal gucken und abwarten…….

von Aada - veröffentlicht in: Privatleben
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Freitag, 20. juni 2008

Es ist immer noch nicht da. Heute wäre ein Tag gewesen, an dem ich mir morgens noch die Zeit hätte nehmen können, um daraus etwas zu machen. Wenn mein Ex-Chef schon sagte, dass wenn nicht heute dann morgen, (und heute ist vorgestern, während morgen gestern war), frage ich mich doch tatsächlich was da nun los ist? Morgen? Übermorgen? Nächste Woche? Niemals??!!!

Ich bin stinke sauer. In letzter Zeit war ich das etwas zu oft, wie ich finde. Dauersauersein verdirbt den Charakter. Das kann ich mir jetzt gerade nicht leisten. Am liebsten würde ich dort hinfahren und alle Anwesenden, die zum Geschäftsinventar gehören, mit einer MG niederstrecken. Dort sitzt zum Beispiel seit Jahren ein Buchhalter, mit dem ich schon von Anfang an nicht einverstanden war. Herr W. sein Name. Sein Kürzel auf Geschäftsbriefen:

 

 

WE (wie Wochenende)!!!

 

 

Er ist meiner Auffassung nach eine Tranfunsel. Zum einschlafen. Ehrlich, es gibt kaum eine Person wie er es ist, der einem Menschen so dermaßen auf den Zeiger gehen kann mit seiner Langweiligkeit. Er trinkt mindestens sechs Kannen Kaffe am Tag und muss sich nach jedem zweiten Buchungssatz eine Kippe anzünden. Warum soll ausgerechnet DER mein Arbeitszeugnis verfassen??!!

Kein Betrieb dieser Welt hätte diesen Mann eingestellt. Niemals. Aber wir mussten es tun. Unsere Superbuchhalterin hatte nämlich damals erst geheiratet und dann ganz plötzlich unseren Betrieb verlassen, da sie ein wesentlich besseres Angebot von einer anderen Firma bekam. Zudem hatte auch sie diesen Betrieb mehr als satt. Übrig geblieben sind nur die Schlaftabletten……..und ICH darf es jetzt ausbaden.

 

Sollte es am Montag widererwartend nicht in meinem Briefkasten liegen, werde ich meinen Ex-Chef abermals anrufen müssen. Dieses Mal werde ich ihm allerdings auftragen mein Arbeitszeugnis nicht abzuschicken. Er soll es auf seinem Schreibtisch lagern, damit Jack es dann auf seinem Nachhauseweg dort abholen kann. Somit könnte ich dann nächste Woche MITTWOCH mein Arbeitszeugnis bei meiner Kursleitung zur Bearbeitung abgeben.

 

…..Ich muss mir jetzt schnell noch einmal den Blog von Knauke Manauke durchlesen, damit meine Wut wieder verfliegt……

von Aada - veröffentlicht in: Beruf und Alltag
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Donnerstag, 19. juni 2008

Kürzlich beim Durchforsten des Internets, bin ich wieder auf das Thema "HIV" und "AIDS" gestoßen. Es ist schon unglaublich wie häufig sich immer noch Menschen anstecken und schrecklich daran ist, dass die Zahlen, alleine in Deutschland, mal wieder steigen. Es gibt einfach zu viele Leute, die glauben, dass sei keine schlimme Krankheit. Zu viele leben mit dem falschen Wissen, dass HIV heilbar sei, oder dass man sich dagegen impfen lassen könnte. Es ist richtig, man kann diese Krankheit eine Zeit lang in Schach halten, in manchen Fällen bricht der Virus sogar nach über 20 Jahren noch nicht aus, Dank der modernen Medizin.


Aber das löst das eigentliche Problem immer noch nicht: Die Ansteckung. Gerade junge Leute gehen da oftmals recht sorglos und arglos mit diesem Thema, bzw. mit dem eigenen Körper und vor allem mit der Gesundheit anderer um. Da liest man so Kommentare wie zum Beispiel, "Ach, mein Vater lebt jetzt schon seit 17 Jahren mit diesem Virus und es geht ihm immer noch nicht schlecht. Man stirbt ja nicht gleich daran und anstecken kann er auch so schnell keinen. Das geht ja nur durch offene Wunden, bzw. Blutübertragung und SEX."


Das mag ja alles richtig sein, klingt jedoch nach krasser Verharmlosung aus meiner Sicht. Besonders die jungen Menschen, die noch alles vor sich haben, betrifft das Thema. Die Lebensqualität wird durch so eine Krankheit doch enorm eingeschränkt, oder etwa nicht? Zum Beispiel wäre dann nichts mit Familienplanung. Bestimmte Berufe können oder dürfen dann nicht ausgeübt werden und überhaupt hat das Ganze nichts mehr mit Freiheit zu tun, abgesehen davon, dass der Sensenmann einem immer in den Nacken haucht. Schon eine kleine Erkältung könnte da ein Todesurteil sein. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren wurde die Sache kaum mehr richtig thematisiert. Nicht so, wie zu den Anfangszeiten, als die Krankheit erstmals als solches publik wurde. Ich halte das für eine erschreckende Tatsache und das Verhalten einiger regt mich diesbezüglich furchtbar auf!!!

von Aada - veröffentlicht in: Gedankenmatsch - Community: Lebensalltag
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Donnerstag, 19. juni 2008

Jeder in seinem Leben zieht sie. Der eine mehr der andere weniger; früher oder später, vielleicht aber sogar auch nie.

 

Ich war immer schon etwas Menschenscheu und war generell nicht bereit dazu Vertrauen zu schenken. Im Grunde nicht weil ich zu oft enttäuscht wurde, sondern weil es für mich, bereits im Kindesalter eine Art Überforderung darstellte. Freunde hatte ich trotzdem.

Aber ich will hier nicht mein gesamtes Leben mit Menschen reflektieren, sondern über meine zwischenmenschlichen Beziehungen resümieren. Ich muss gestehen, sehr viele Erfahrungen habe ich diesbezüglich nicht gemacht. Zumindest, was die Männerwelt betrifft. Befreundet war ich mit ihnen immer. Sogar mehr als mit weiblichen Personen. Das männliche Geschlecht, auf rein platonischer Ebene, stellte sich für mich als immer recht unkompliziert dar. Sofern ich es mal wagte mir gute Freundinnen zuzulegen, ging das meistens ordentlich in die Hose. Frauen können ja so ekelhaft eifersüchtig und missgünstig sein. Jedenfalls waren und sind das meine Erfahrungen. Aber ab einem gewissen Alter stellt sich das als sehr schwierig heraus. Die ersten Schwärmereien fangen an und man lernt dann erst zum ersten Mal die wirklichen Unterschiede kennen. Die erste männliche Person, in die ich mich bis über beide Ohren verliebte war zwei Jahre älter als ich. Da müsste ich zarte zwölf Jahre alt gewesen sein und ich hatte das Glück, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte. Selbstverständlich lief die ersten Jahre nichts Besonderes. Händchenhalten, Küsschen hier und Küsschen da…. So war das halt. Dennoch blieben wir ziemlich lange zusammen. Genauer gesagt waren es ungefähr vier Jahre. Während dieser Zeit entwickelte sich eine Menge zwischen uns und vermutlich wären wir auch zusammengeblieben, wenn er nicht einen Autounfall gehabt hätte, durch den er sein Leben verlor. Für mich war das damals eine wahrlich tragische Sache. Ich wusste weder ein noch aus und sowieso nicht, wie ich fortan damit und mit mir selber umgehen sollte. Wenn man auf diese Weise entzweit wird, ohne dass es zuvor zwischenmenschliche Schwierigkeiten gab, kann man sich zunächst nicht vorstellen jemals wieder einen anderen Partner auszuwählen. Niemand kam da für mich in Betracht. Oder doch?

Ich hatte damals auf der Schule einen sehr guten Freund. Er war der einzige, dem ich mich anvertrauen konnte. Sozusagen die starke Schulter, an der ich mich ausweinen konnte. So lief das ein ganzes Jahr lang und diese Freundschaft schlug, womöglich durch diese ganze Trauer, um. Es entstand eine Art Abhängigkeitsverhältnis. Ich glaubte, es gäbe niemanden sonst, dem ich so vertrauen könnte und um das Ganze nicht eines Tages zu verlieren, kam mir die Idee, dass es auch Verliebtheit sein könnte. Von seiner Seite aus auf jeden Fall. Aber ob das wirklich eine Gleichgesinnung war, frage ich mich noch heute. Selbstverständlich kamen wir zusammen und blieben es auch. Wieder knapp vier Jahre lang. Die ersten anderthalb Jahre waren geradezu traumhaft. Der Rest war eine Katastrophe. Wir stritten und hassten uns. Ja, es war eine Hassliebe und sowieso kam es mir so vor, als hätte er sich komplett verändert. Aber hatte er sich wirklich verändert, oder war er nicht schon von Anfang an so? Heute glaube ich, dass ich ihn einfach anders sehen wollte.

 

Meine Eltern mochten ihn von Anfang an nicht. Besonders mein Vater mochte ihn nicht. In seinen Augen war mein zweiter Freund ein Taugenichts und ein Schleimscheißer. Aber er musste nun mal, Wohl oder Übel, akzeptieren, dass er mein Freund war und dabei blieb es auch vorläufig. Es gab viel Unruhe innerhalb meiner Familie wegen meines damals aktuellen Freundes. Ich glaube ich habe mich in meinem Leben noch nie so oft mit meinen Eltern gezankt, wie zu dieser Zeit. Damals verstand ich absolut nicht, was sie denn eigentlich gegen ihn hätten. Aber als ich dann so zwanzig Jahre alt war, dämmerte mir etwas. Durch einen Zufall bekam ich heraus, dass er mich zweimal betrogen hatte. Als ich ihn zur Rede stellte, blieb ihm natürlich nichts anderes übrig, als es zuzugeben. Allerdings flehte er mich an ihm zu vergeben. Das Ganze zu vergessen. Aber, kann man das in diesem Alter so einfach? Ich konnte es nicht, jedoch versuchte ich es. Ich versuchte es ein ganzes Jahr lang. Aber als ich die Tatsache, dass er mich betrogen hatte, verarbeitet hatte, hatte ich gleichzeitig auch ihn als ganze Person verarbeitet. Er bedeutete mir nichts mehr, außer Ärger und Ekel. Ich schoss ihn ab; einen Tag bevor wir unseren gemeinsamen Vierjahrestag gefeiert hätten. Er versuchte alles was in seiner Macht stand, um mich zurückgewinnen zu können. Vergeblich. Die Sache war vorbei. Das merkte ich besonders, als er nach unserer Trennung zu mir nach Hause kam, um seine Sachen abzuholen. Selbst wenn er mir gegenüber saß war es mir unangenehm. Ich war zwar nicht mehr wütend oder verbittert über die Dinge, die er mir einst antat, aber….ich kann es nicht beschreiben….da war einfach nichts mehr. Auch keinerlei Spur von freundschaftlichen Gefühlen. Nachdem er unser Haus verließ, kappte ich den Kontakt. Zu dieser Zeit hatte ich wieder einen guten Freund, dem ich mich stets anvertraute. Und wieder machte ich den Fehler etwas anderes daraus zu machen, statt es bei einer ganz stink normalen Freundschaft, die es eigentlich nun einmal war, zu belassen. Wir planten viel und waren auch kurz davor alles was wir gemeinsam planten in die Tat umzusetzen. Glücklicherweise trennten uns große Entfernungen. Er kam aus Finnland und lebte auch dort und ich hockte in Deutschland. Allerdings verbrachten wir unsere Urlaube und diverse Wochenenden miteinander. Das war aber niemals eine so lange Zeit, als dass man von einer wahrhaften Beziehung sprechen konnte. Diese Entfernung war, aus heutiger Sicht, sehr hilfreich. Ich erkannte, was da eigentlich mal wieder lief und trennte mich von ihm. Befreundet sind wir noch heute. Die zwischenmenschliche bzw. freundschaftliche Beziehung wurde somit im Grunde gerettet, dadurch, dass ich relativ schnell reagierte und vor allem realisierte. Danach beschloss ich, so für mich, eine Pause einzulegen. Es konnte ja nicht angehen, dass ich von einer, wieder in eine andere Katastrophe hinein strauchelte. Bei dem Nächsten wollte ich mir auf alle Fälle sicher sein.

 

Und so war es auch. Nun habe ich einen Mann an meiner Seite, mit dem ich mir vorstellen könnte ein Leben lang zusammen zu sein. Die meiste Zeit unseres gemeinsamen Lebens liegt natürlich noch vor uns. Aber immerhin war er der Mann, mit dem ich Kinder haben wollte und immer noch will. Eins ist schon da und wenn alles gut geht, dann werden wir nächstes oder übernächstes Jahr heiraten. Heiraten, obwohl ich den Gedanken an Heirat immer mehr als dämlich fand. Das war bis heute etwas, was ich eigentlich nie wollte. Aber wenn man erst einmal den Richtigen trifft, dann kann alles anders werden.

 

Um dieses Ziel erreicht zu haben, brauchte ich dazwischen immerhin drei Erfahrungen. ;-)

 

von Aada - veröffentlicht in: Privatleben - Community: Lebensalltag
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Mittwoch, 18. juni 2008

Dass ich mich gerne austausche, dafür bin ich ja bekannt. Dass ich auch gut und gerne als Klugscheißerchen bezeichnet werde, ist MIR im Gegenzug bekannt. Aber keine Angst, das bin ich nicht. Nur ist es so, falls mir ein Fehler ins Auge fällt, ob orthographisch oder informations- und inhaltstechnisch, neige ich dazu die Leute darauf hinzuweisen und ggf. zu berichtigen. Warum? Also keinesfalls weil ich der persönlichen Auffassung bin selber alles besser zu wissen. Dem ist nicht so und das ist mir selbstverständlich bewusst. Allerdings freue ich mich selber immer wieder darüber, wenn mich jemand auf meine Fehler hinweist und mich berichtigt. So etwas schätze ich sehr. Es bildet einen ja auch u.a. weiter. Darum verstehe ich nicht, weshalb so viele Leute sich auf den Schlips getreten fühlen, wenn einer versucht sie zu berichtigen? Das geschieht doch mit bester Absicht und ist, von meiner Seite aus jedenfalls, überhaupt nicht als herablassend zu verstehen. Dennoch begegnet mir dieses Phänomen immer wieder und auch anderen Menschen, die sich trauen wieder anderen Menschen zu sagen, was da jetzt falsch oder nicht ganz so richtig war. Ich halte es für ignorant wenn man es nicht tut. Ist es denn tatsächlich besser, wenn man jemanden stillschweigend für einen Idioten hält, ihm aber durch das eigene Wissen nicht Gelegenheit bietet dieses Bild zu revidieren aber sich stattdessen, hinter seinem Rücken über ihn lustig macht? Also ich würde letzteres für viel schlimmer halten.

 

Leute die sich nichts annehmen wollen verstehe ich nicht. Genauso wenig Menschen, die sich im Stillen denken: „Ach lass ihn/sie doch dumm sterben.“

 

Kürzlich zum Beispiel schickte mir jemand eine nette Postkarte. Er hatte sie selber erstellt mit allem Schnickschnack. Das Wort „geniessen“ sprang mir da so sehr ins Auge. Ich bedankte mich zunächst für diese liebe Karte und wusste gar nicht, dass er sie selber gemacht hatte. Eigentlich dachte ich, dass er sie von irgendwoher aufgegabelt hätte. Also hatte ich gar nicht mal vor ihn wirklich zu berichtigen. Dennoch konnte ich es mir nicht verkneifen ihm zu schreiben, dass man „geniessen“ mit scharfem ß schreibt. Daraufhin bedankte sich der um die 40 Jahre alte Kerl bei mir und fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass sich in meinem Alter meine Rechtschreibkenntnisse noch verbessern lassen.“


Warum nicht? So wie er antworten viele, aber das Warum bleibt da bei mir immer offen im Raume stehen. Weil sie nicht können? Weil sie nicht wollen? Ich kann es mir nicht erklären. Auch ich mache so oft Fehler. Wenn ich sie dann hinterher entdecke, ist es mir immer so peinlich…..ich muss sofort alles davon verbessern. Mir sind Tippfehler beispielsweise ziemlich egal. Kann jedem passieren. Auch so Kleinigkeiten, wie das gerade genannte Beispiel, sind eigentlich ebenfalls nicht als tragisch zu werten. Jedoch bekommt man hin und wieder private Emails oder PNs bei denen man wirklich enorm rätseln muss, um am Schluss ergründen zu können, was das denn jetzt eigentlich bedeuten könnte. Hier handelt es sich oftmals um einheimische Mitbürger. Nicht, wie so oft vermutet, von ausländischen Mitbürgern. Das ist zwar auch oft der Fall, allerdings kann man dann ja viel eher darüber hinwegsehen. Besonders erschreckend für mich ist, wenn es dann Leute sind, die locker meine Eltern sein könnten. Oder solche, von denen ich weiß, dass sie den Beamtenstatus haben oder einst Abitur gemacht hatten. Wie kann so etwas passieren? Bin ich etwa intolerant?

von Aada - veröffentlicht in: Gedankenmatsch
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Mittwoch, 18. juni 2008

Vor kurzer Zeit entschloss ich mich dazu, eine Fortbildungsmaßnahme in Angriff zu nehmen. Alles was dafür notwendig ist, habe ich bereits zusammen. Jedoch fehlt mir noch mein Arbeitszeugnis von meinem ehemaligen Arbeitgeber. Vor ungefähr einer Woche habe ich in Auftrag gestellt, dass er mir dieses bitte ausstellen sollte. Zunächst schrieb ich ihm einen Brief und rief ihn zusätzlich am Montag noch einmal deshalb an. Er sagte mir zu, dass er mir dieses Arbeitszeugnis, zusammen mit den anderen von mir angeforderten Unterlagen, zuschicken würde. Die Unterlagen habe ich bekommen. Allerdings keine Spur von einem Arbeitszeugnis dabei. Das wurmt mich jetzt unglaublich. Als ob ich Zeit hätte ewig darauf zu warten. Eigentlich bräuchte ich es schon morgen. Aber es hilft alles nichts. Es ist nun einmal wie es ist. Darum werde ich ihn heute Abend einfach noch einmal anrufen, dass ich das Arbeitszeugnis wenigstens binnen nächster Woche in meinem Briefkasten liegen haben werde.

 

Noch dazu habe ich einen halbjährigen Kurs belegt, um auf meine Fortbildung angemessen vorbereitet zu werden. Das alles auf eigene Faust in Angriff zu nehmen wäre zwar theoretisch möglich, jedoch für meine Begriffe zu wackelig. Schließlich möchte ich ja beim Abschluss einen guten Schnitt hinlegen. Der Kurs beginnt ab 01. Juli 2008 und dann werde ich dort ein Schulungsprogramm von 08 Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags wahrnehmen müssen. Da ich gleichzeitig Mutter eines fast vierjährigen Sohns bin der noch den Kindergarten besucht, musste ich mich natürlich in den letzten Tagen mit der Frage befassen, wie ich ihn am besten nach der Kindergartenzeit betreuen lasse. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber auch dafür fand sich auf schnellstem Wege eine Lösung. Für ihn steht nun ab sofort eine Tagesmutter in den Startlöchern. Zwar kostet das einiges, jedoch wird es auf Dauer, auch über die Zeit der Fortbildung hinaus, erforderlich sein, denn ich möchte natürlich ganz schnell wieder in meinem alten Beruf einsteigen und zwar dann vollzeitig.

 

Das sind so die Sachen, mit denen ich mich aktuell beschäftigen muss. Da bleibt kaum Platz für andere Gedanken, was ich zwar schade finde, jedoch ist es absolut notwendig. Ich hätte nie gedacht, dass ich das innerhalb vier Wochen alles so auf die Beine stellen konnte. Wirklich unglaublich und trotz des ganzen Stress, baut einen diese Tatsache auf.

Nichts ist unmöglich….


*Nachtrag*


Soeben habe ich mit meinem ehemaligen Arbeitgeber telefoniert, um ihn nach meinem Arbeitszeugnis zu fragen. Er versicherte mir, dass es bereits heute im Postausgang war. Wenn es also heute nicht in meinem Briefkasten wäre, dann mit Sicherheit morgen. Jetzt fragt sich nur wann morgen. Am liebsten wäre mir morgen früh, denn arbeitstechnisch hätte ich Donnerstag noch Zeit. Sollte es jedoch wirklich erst nachmittags eintreffen, wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als mir den Freitag Morgen freizuhalten um dieses einzureichen.

"Meine Güte bin ich froh, dass ich diesen Betrieb verlassen habe.", sagte sie zum Abschluss, mit einem zufriedenen und lächelnden Gesichtsausdruck.

von Aada - veröffentlicht in: Beruf und Alltag
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Dienstag, 17. juni 2008
....und immer wenn ich einen neuen Blog eröffne habe ich keine Idee wie ich am besten meinen Anfang gestalten sollte. Darum werde ich mich für heute etwas kurz fassen. Vielleicht sollte ich ein paar Geschichten aus meinem alten Blog hier her übertragen. Zumindest wäre es etwas hilfreicher für die Leserschaft, denn bei einer Geschichte mitten drin anzufangen, macht oft bis immer einen recht zerrissenen Eindruck. Zunächst einmal ein HALLO vom Neuankömmling.
von Aada
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