Dienstag, 14. oktober 2008

Bei dem ganzen Trubel und dem Beschäftig- und Nie-da-sein, (zu Hause), scheint das nachbarschaftliche Leben ebenfalls verstummt zu sein. Ich erzählte ja bereits, dass der böse Herr M. sich mit Jack wieder vertragen hat, weil alles andere aus meiner Sicht langfristig albern gewesen wäre. Und ich erzählte auch, dass Herr M. diesbezüglich ganz zahm und sogar erleichtert  (letzter Absatz) war. 


Die Gelegenheit für diesen Waffenstillstand war auch günstig, denn Frau S. (von der hatte ich ja auch schon erzählt), gehört nicht zu den „Aufgebern“. Nein, sie ist mehr eine Kriegstreiberin. Das kann die Sache für Außenstehende gewiss lustig aussehen lassen. Wären wir z.B. Außenstehende gewesen, wir hätten uns in Grund und Boden gelacht. Jedoch ist das überhaupt nicht leicht, wenn man regelrecht zwischen die Fronten gerät.

Nun gut, auch wenn ich Herrn M. nach wie vor keinen Millimeter über den Weg traue empfinde ich es dennoch so, dass er ein Quentchen, (früher Quäntchen), klüger bzw. lockerer ist, (sein kann), als die alte Hexe Frau W. und die Kriegstreiberin Frau S.

Würde sie , Frau S., das nun lesen, ja, dann würde sie mich foltern. Bei Frau W. ist das egal. Bei der hat keiner etwas zu verlieren. ;)


Aber wie ich ja schon einst schrieb, kenne ich Frau S. schon seit Kindesbein an. Sie war ja mein Kindermädchen und alleine aus dieser Zeit weiß ich noch all zu gut, was ihre Methoden sind: Sie fragt aus, sie tratscht und legt einem Sachen in den Mund, die man in Wahrheit niemals gesagt hat. Als Kind kann man sich natürlich nicht dagegen wehren. Als Erwachsener… auch nicht. xD

Nur Menschen, die sie jahrelang kennen, können mit einem gelassenen Lächeln bestimmte Geschichten aus ihrem Mund einschätzen.


Ansonsten hat man bei ihr Pech gehabt, denn sie hat das wahrhaftige Talent bestimmte Ereignisse so glaubhaft darzustellen, eben weil sie es ja selber glaubt, dass man ihr diese ohne großartige Überlegungen abkauft. Na ja, sie glaubt ja auch, dass Jesus die Welt erschaffen hätte und Adam und Eva die ersten Menschen auf diesem Planeten waren, noch bevor es Dinosaurier und Ähnliches gab. (Evolution existiert in ihrem Sprachschatz nicht). Jedoch erwähnt sie so was leider niemals, wenn es um alltägliche Geschichten geht. Dann würde man sofort auf den Trichter kommen, *Hey! Diese Frau kann man nicht ernst nehmen. So what!?*

Trotzdem nichts, worüber man sich aufregen müsste. Herr M. tut es aber immer noch. Tja, er kennt sie eben noch nicht so, wie wir sie kennen. Aber wir würden niemals auf die Idee kommen, ihm diverse Details zu verraten. Darauf muss er schon selber kommen, hehe.



Aktuelle Geschichte lt. Frau S.:

A) Vor ca. drei Wochen, an einem Samstag, am recht späten Abend, hätten ungefähr fünf Russen bei Herrn M. geklingelt. Darauf hin gab es wechselweise lautes Gebrüll und zu guter Letzt vor der Haustüre eine Schlägerei.

Ich frage mich an dieser Stelle: Warum habe ich das nicht mitbekommen? Warum haben das, in dieser eigentlich recht gesetzten Gegend, die übrigen Anwohner nicht bemerkt? Warum wurde die Polizei nicht gerufen? Weshalb ist sie die Einzige, die das mitbekommen hat? Warum bekommt sie überhaupt immer alles mit…???

Das sind Fragen, die ich nur ihr stellen könnte, es allerdings lieber unterlassen sollte. ;)



B) Vergangenes Wochenende klingelte ein Pizzaservice an Frau S. Haustüre, und dass um ca. 22:30 Uhr. Dieser hätte sie aus dem Bett geklingelt. Sie ging also verschlafen an ihre Haustüre, um dem Unbekannten zu öffnen. Dieser offenbarte ihr, dass ihre Pizza nun angekommen wäre. Sie entgegnete empört, dass sie keine Pizza bestellt hätte. Aber der Pizzamann gar nicht dumm, hatte sich genau den Namen des Bestellers notiert und hielt ihr den Zettel mit ihrem Nachnamen vor die Nase. Kein Zweifel! Die Pizza sollte für sie sein. Allerdings sollte sie die Pizza auch bezahlen und das sah sie verständlicherweise nicht ein. Zudem mögen sie und ihr Mann gar keine Pizza. Eine laute Diskussion zwischen Frau S. und dem Pizzamann war vorprogrammiert. Aber noch bevor diese Diskussion ihren Höhepunkt erreichen konnte, trabte da ein Herr M. an. Angeblich mit den Worten: „Das ist meine Pizza. Ich habe sie bestellt.“ Sogar das Geld hielt er schon in Händen und streckte es dem Pizzamann entgegen, welcher verdutzt fragte, „Warum haben Sie denn auf den Namen S. bestellt und nicht auf den Namen M.?“ Aber das wollte er nicht so recht beantworten, bezahlte wortlos die Pizza und zog damit von Dannen.

So erzählte es mir Frau S., die mich leider nach meinem Feierabend, noch gar nicht richtig zu Hause angekommen, abpassen konnte. Ich überlegte wirklich ganz kurz, ob ich dazu etwas sagen sollte, aber ich entschloss mich für ein harmloses, „Na so was.“, und ein, „Hihi.“. Ich glaube ein „Hmhm“, war auch dabei, aber ich möchte es jetzt nicht beschwören.^^

Viel muss man dazu auch nicht sagen, denn wenn man einfach mal nichts sagt, redet sie schon von alleine weiter. Sie vermutet also, nein, sie ist sich sicher, dass Herr M. sie damit ärgern wollte. Ja! Er hat einfach, nur um sie zu ärgern eine Pizza auf ihren Namen bestellt und sich insgeheim ins Fäustchen gelacht.

Nun frage ich mich wieder an dieser Stelle: Warum kam er dann um die Ecke gelatscht um die Ganze Sache richtig zu stellen und obendrein diese Pizza zu bezahlen? Auch hier entschloss ich mich dazu, Frau S. nicht mit dieser Frage zu überfordern. Meine Mutter tat es allerdings zwei Tage später. Folglich wird jetzt vermutet, dass Herr M. keine Pizza mehr auf seinen Namen ausgeliefert bekommt. Das könnte natürlich sein. Warum auch immer…

Lustig war diese Aktion dennoch vom Hörensagen.



Wäre auch schön gewesen, ob des Hausfriedens, wenn es dabei geblieben wäre. Aber Frau S. ist ja bekannt dafür, dass sie keine Ruhe geben kann. Also rief sie so gleich den Vermieter am nächsten Tag an, um Herrn M. wegen dieser Pizzageschichte zu verpetzen. Ja, auf diese Tat war sie mal wieder stolz. Ich wies meine Mutter, einfach mal so interessehalber an, Frau S. zu fragen, was der Vermieter, Herr G., am Telefon dazu sagte. Noch interessanter war für mich dann, was Frau S. diesbezüglich zu berichten hatte: „Er schüttelte mit dem Kopf.“ ;)

von Aada - veröffentlicht in: Tratsch - Community: Lebensalltag
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Dienstag, 14. oktober 2008
Ich habe mich heute befreien lassen. Gestern Abend ging es mir schon nicht so prächtig, aber so wie ich normalerweise denke, dachte ich auch gestern, *Ach, ist nicht der Rede wert.*.

Heute Morgen haben wir dann alle drei eine ganze Stunde verschlafen. Für Kjartan und mich überhaupt nicht schlimm. Wir würden es in jedem Fall trotzdem noch pünktlich schaffen. Aber für Jack ist es, trotz seiner Gleitzeit, gar nicht so super.

Da überlegte ich mir heute in der Früh tatsächlich, ob ich mit dem Kind nicht einfach zu Hause bleiben sollte. Wenn sowieso alles doof ist…
Aber nein. Man kann es ja versuchen. Also lief heute Morgen nach dem hastigen Aufstehen alles wie gehabt. Das Kind wurde untergebracht, der Mann wurde zur Arbeit gefahren und meine Wenigkeit bewegte sich brav in Richtung der Unterrichträumlichkeiten.

Dort allerdings angekommen, wollte es nicht besser werden. Nein, es wollte schlimmer werden. Aber hey, ich habe immerhin zwei Stunden ausgehalten. Vielleicht hätte ich es auch noch länger geschafft, wenn der Stundenplan, der zurzeit eine Frechheit ist, viel versprechender gewesen wäre. Nichts gegen den Unterricht und die jeweiligen Gebiete. Aber wenn wichtige Sachen viel zu wenig werden, wogegen weniger wichtige Sachen gehäuft angeboten werden, kommt einem schon mal das Augenrollen. Allerdings ist das nicht der Grund meiner Abwesenheit. Der Grund ist: Mein Kopf platzt. Das kündigt er schon seit einer Woche an und ich wollte einfach nicht aufgeben. Jedoch musste ich heute notgedrungen kapitulieren. Er ist eben mächtiger.

Die Sache hat aber einen wesentlichen Vorteil: ich kann mich nun mit Sachen beschäftigen, die viel wichtiger sind, statt mich mit Stoff aufzuhalten, der leichter zu lernen ist und wie schon gesagt, im Überfluss angeboten wird.

Diese Auffassung teilen wenigstens die meisten Leute. Der Rest sagt eh nie etwas. Nichts sagen ist nicht gut. Dann ändert sich halt auch nichts. Gestern haben wir uns deshalb zwei Dozenten zur Brust genommen. Es war zwar nicht so tollkühn, wie ich das gerade mit Worten beschreibe, nein, es war vielmehr eine Bitte künftig etwas weniger von dem, aber dafür künftig etwas mehr von dem zu bekommen. Anscheinend hat diese Bitte Gehör gefunden. Das reale Ergebnis wird sich nächste Woche dann zeigen. Ich entschließe mich erst einmal guter Dinge zu sein und werde mich in der Zwischenzeit auf eigene Faust mit dem Wichtigsten beschäftigen.

Mein Hausarzt hat mich jetzt erst einmal für zwei Tage krankgeschrieben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Krankschreibung wirklich in Anspruch nehmen werde. Für heute werde ich es ganz sicher… aber morgen… (?)
Je nach dem wie ich mich fühle. Morgen haben wir u. a. auch Unterrichtsstoff, der gar nicht mal so unwichtig ist. Sollte ich mich also morgen immer noch bescheiden fühlen, werde ich mich für vier popelige Stunden ins Institut schleppen. Ein weiterer Vorteil daran, wie ich finde. Man kann das in Anspruch nehmen, was wirklich wichtig ist. Dem Rest kann man dann an solchen Tagen wahlweise den Rücken kehren und wieder nach Hause fahren.^^


von Aada - veröffentlicht in: Beruf und Alltag
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Freitag, 10. oktober 2008
Wir haben einen in unserem Kurs, (ich kürze ihn hier mal als Herrn W. ab), welchen wir alle samt als durch und durch lustig bezeichnen würden. Aber das ist er völlig unfreiwillig. Dennoch mögen wir ihn alle sehr, denn obwohl er ein kleiner Klugscheißer ist, – und das gerechtfertigt – ist er als eine recht liebenswürdige Person anzusehen. Er ist eben so etwas wie ein Original. xD

Das erste Mal als ich ihn sah dachte ich mir, er sei ein missratener Vollversager. So denken viele am Anfang. Er ist klein, rundlich, hat kleine Augen, macht auf den ersten Blick keinen hellen Eindruck und leidet unter einem leichten Zittern. Noch dazu ist nicht zu übersehen, dass er einige Altersklassen über uns liegt, obwohl jemand wie ich noch zu den Küken gehört. Herr W. wird immerhin bald sein fünfzigstes Lebensjahr erreichen und freut sich so gar nicht darüber.


Obwohl er so ein liebenswürdiger und erheiternder, ja sogar bereichernder Mensch ist, lässt ihn sein erstmaliges Erscheinungsbild unsympathisch wirken. Jedoch total unberechtigt!!! Noch dazu weiß er so gut wie alles. O.k., niemand weiß alles, aber er weiß schon recht viel. Besonders wenn es um Naturwissenschaften und Wirtschaft geht. Na ja, und wenn es sich um Bridge dreht. Er ist ein begeisterter Bridge-Spieler und dass schon seit Jahren.
Noch dazu hat er einst Geologie studiert, beim Landschaftsverband gearbeitet und als dann eines Tages unverhofft sein Arbeitszweig nieder gestampft wurde wirkte er als Bibliothekar. Sein Wissen und Können lässt ihn keinesfalls eingebildet wirken. Ganz im Gegenteil, denn er gibt gerne etwas von seinem Wissen ab. Daher die passende Beschreibung „bereichernd“. Aber kleine Genies neigen auch dazu etwas weltfremd zu erscheinen. Und so ist es auch bei ihm. Ein kleines bisschen tollpatschig ist er und darum haben wir immer sehr viel zu lachen.

Die kompliziertesten Rechnungen stellt er auf, aber mal eben eine Wasserflasche öffnen…tja, das kann sich schon mal als kleines Problemchen herausstellen. Versucht er sie zu öffnen, dann entleert sie sich auch mit lautem Zischen und in Form einer Fontäne. Versucht er die Glaskanne von einer Kaffeemaschine zu trennen, bloß um sich etwas einzugießen, artet das in endlos lautem Geklapper aus und lässt vermuten, dass er die Kaffeemaschine operiert. Aber am coolsten ist, wenn er einen Lachanfall bekommt, was relativ selten der Fall ist. Abgesehen davon, dass das immer sehr überraschend kommt, klingt sein Lachen wie das eines kleinen Zwerges. Und auch andere Laute während des Unterrichts gehen hin und wieder von ihm aus. Selbst ein Seufzer gilt als wahrliche Attraktion! Und wenn einer von uns anfängt darüber nur zu kichern, dann ist der Startschuss für das große Gelächter schon wie gemacht.


Ja, manchmal ist der gute Herr W. schon ganz extrem neben der Spur.


Gestern war es, wie ich finde, besonders lustig. Wir mussten am PC einige Probeklausuren durcharbeiten. Wir bekamen also unsere Unterlagen ausgeteilt. Unser Dozent erzählte noch irgendetwas über diese Probeklausur, als Herr W. urplötzlich einen angewiderten Ton von sich gab. Ein Marienkäfer hatte sich wohl auf seine Tastatur gesetzt. So fing es an....

Das Arbeiten wurde nun offiziell von unserem Dozenten freigegeben und jeder hackte in seine Tastatur, was das Zeug hielt. Es müssten sage und schreibe mindestens fünf Minuten vergangen sein. Außer dem Tastaturgeklapper war im Raum nichts mehr zu hören. Doch auf einmal durchbrach Herr W. die fast so vollkommene Stille mit der Frage:


„Können wir schon anfangen?“


Natürlich brachen alle in amüsiertes Gelächter aus. Aber Frau B. und ich hat es fast zerrissen. Hm, und unseren sonst so reservierten Dozenten ebenso. Es war gar nicht mehr möglich die eigentliche Arbeit zu verrichten.


Passiert öfter so was … mit Herrn W. xD

(Wir haben eine weitere Person, die manchmal die dollsten Klopper bringt….aber davon erzähle ich besser die Tage mal. ;))

von Aada - veröffentlicht in: Der Kurs
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Dienstag, 7. oktober 2008

Eigentlich wollte ich mich bei diesem Blog- und Rankthema gar nicht erst zu Wort melden denn, ich kann ja eigentlich eh nicht mitreden. xD

Aber offensichtlich, scheinen sich super viele hier über die neuen Sitten aufzuregen. O.k., ich hatte auch irgendwann – ganz am Anfang- einen für mich relativ guten Blogrank, wäre allerdings niemals auf die Idee gekommen auf Kohle zu spekulieren. Natürlich kann ich aber die Leute verstehen die es tun. Das finde ich total in Ordnung.

Ich für mich bin es einfach nur nicht gewohnt. Seit ich blogge, blogge ich eigentlich im Durchschnitt viel, (früher selbstverständlich wesentlich mehr… heute komme ich kaum noch dazu). Und auf einer anderen Seite hatte ich sogar mal Platz zwei erreicht. Dennoch gab es dafür kein Geld. Der Bonus dabei war eigentlich mehr die Motivation, die relativ interessierte und feste Leserschaft und die Anteilnahme anhand von Kommentaren.

Klar, irgendwann brach das Ganze ein. Das Blogklima ging den Bach herunter weil sich irgendwelche Leute anfingen fürchterlich zu zanken. Damit hatte ich persönlich eigentlich weniger zu tun, allerdings reicht meistens schon EIN faules Ei und alles ist von heute auf morgen dahin.

Vielleicht kann ich das tatsächlich nicht so gut beurteilen und vielleicht werden wohl eher wenige Leute hier meine Ansicht teilen aber, es sollte am Bloggen überwiegend ein anderes Interesse verborgen liegen, als der Status oder die Bezahlung. Selbst wenn eines Tages Werbung in einem Blog gesehen wird, für die man kein Geld mehr bekommt… Es ist und bleibt der eigene Blog und die Leute die ihn zum Beispiel ganz sicher lesen und kommentieren. Letzt endlich muss da jeder seine eigenen Konsequenzen ziehen, klar. Aber es wäre doch schade, wenn das allgemeine Blogklima an so einem Kindergeburtstag scheitern würde.

Im Endeffekt kann man auch die Plattform zum Bloggen so oft wechseln wie man will. Man wird letztendlich immer etwas finden, was einem und dann automatisch mehreren wieder mal nicht mundet, was dann wiederum erneuten Anlass dazu gibt weiter zu ziehen, um einen neuen Blog irgendwo anders zu eröffnen.

von Aada - veröffentlicht in: Tratsch
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Montag, 6. oktober 2008

Also ich muss erst einmal sagen, ich liebe meinen Vater sehr. Er ist ja mein Vater. Aber seine niemals zufriedene Art und seine bloße Arroganz nervt mich tierisch an. Nur ist er der einzige Mensch, bei dem ich ausnahmsweise mal nicht so eine große Klappe habe. Bei ihm bin ich ständig blockiert irgendwie.

Selbst wenn man mal etwas Kluges zu sagen weiß (versucht), also ich, dann spricht man es ihm gegenüber aus und stellt unmittelbar danach fest, dass es sich komplett dämlich angehört hat. Dagegen kann ich irgendwie gar nichts machen. Aber es ist auch so schon nicht einfach mit ihm zu reden. Das war schon immer so. Und irgendwie bin ich bei ihm das kleine Mädchen, das von nichts eine Ahnung hat, geblieben.

Kürzlich fragte er mich, eine Achtundzwanzigjährige, wie denn so das Lernpensum voran ginge und welche Noten ich so im Durchschnitt schreiben würde. Glücklicherweise hatte ich wenigstens etwas Gutes zu berichten. Aber dennoch, er gibt einem das Gefühl, dass er es einem nicht wirklich abnimmt… (oder es ist wieder mal nicht gut genug, weil eine Eins eben keine glatte Eins ist), dieser berühmte Unterton von ihm, der mich persönlich immer wieder zusammenzucken lässt. Na ja, oder noch schlimmer: Er belächelt einen. -.-

Wenn ich ihm dann von einigen meiner Lernmarathon, (oder heißt es Marathons? Wie lautet überhaupt der Plural von Marathon? oO), erzähle, die öfter mal so an die sechs Stunden andauern können, dann erzähle ich auch gleichzeitig, dass ich lieber in einer Gemeinschaft lerne. So kann man sich ja wesentlich besser testen und läuft nicht Gefahr im Dunkeln zu tappen, sofern man vorerst nicht so die Leuchte bei Thema X ist. Gut, dann findet er das schön. Aber man sollte nicht den Fehler machen, so wie ich, und zusätzlich erwähnen, dass es dadurch viel entspannter abläuft, weil man dazwischen locker mal eine Pause einlegen kann. Einen Kaffee zwischendurch, zum Hirnentlüften zum Beispiel. In einer Gemeinschaft legt man derartige Pausen „gemeinschaftlich“ fest und diese dauern selbstverständlich niemals länger, als fünfzehn Minuten. Eigentlich bräuchte man so was nicht erklären müssen. Seine Auffassung dazu ist allerdings, wenn man diese sechs Stunden nicht eisern durchlernt, dann bringt das alles nichts.

Ehrlich. Nach solchen Aussagen bin ich immer total geplättet. Mein Vater ist ein Roboter, hehe. Erst hinterher fallen mir dann die besten Konter ein, wie beispielsweise:

„Du hast Recht! Ich bin über dies der Meinung, dass man diverse Unterrichtspausen an Schulen in Deutschland offiziell abschaffen sollte. Pausen… Pah! Das bring doch nix!“

Vielleicht sollte auch allgemein die Erlaubnis entzogen werden, zwischendurch mal das WC aufzusuchen. Das geht ja mal gar nicht. Auch nicht in Pausen. Oh, ach ja. Pausen gibt es ja in seiner Welt nicht. Da müssten sich ja diverse Geschäftchen von selber erledigen.

Ich weiß, ich wirke gerade pampig und kindisch. Aber das sind wirklich so Sachen, die mich total annerven. Und wenn ich aus seiner Sicht sowieso ein Kleinkind bin, warum sollte ich mich nicht einfach auch so verhalten… ;)

 

(5 Minuten später als ich das schrieb…)

 

Ruft mich mein Vater an. Zuerst wollte ich gerade erst gar nicht den Hörer abnehmen. Keine Lust mir wieder so Dinger anzuhören. Aber es war ganz anders. Ich weiß nicht ob es bei ihm jetzt die pure Selbsterkenntnis war, oder ob ihm nicht sogar meine Schwester ins Gewissen geredet hat. Seine Worte klangen gerade nur ganz anders, als am Samstag. Er gab mir Tipps, er versuchte mich zu ermutigen… und der Unterton klang nach einer Art Entschuldigung. Ich bin jetzt doch etwas konfus. Wir unterhielten uns über buchhalterische Tätigkeiten und noch bevor er die Gelegenheit ergreifen konnte mir über diese Thematik etwas zu erzählen, griff ich gleich vor. Da war er endlich mal ruhig. Zumindest ruhiger als sonst, hehe.

Na ja. Jetzt geht es mir immerhin wieder etwas besser. So etwas nagt immer so sehr an mir.
Buch zu und nächstes Thema. ;)

von Aada - veröffentlicht in: Gedankenmatsch - Community: Familienleben
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Freitag, 3. oktober 2008

Nein wie ungewohnt! Ich bin heute ganz alleine zu Hause. Eigentlich wollten wir heute zu dritt Jacks Eltern besuchen fahren, aber ich habe es doch noch geschafft mich erfolgreich auszuklinken und die beiden alleine auf diese Mission zu schicken. Sie werden heute auch recht spät nach Hause kommen, vermute ich…Jack sagte da so was. Ich meine, wenn man schon ein langes Wochenende hat und man weiß, dass der gesamte Samstag wieder aus lernen bestehen wird….
Dann wenigstens heute in absoluter Stille verweilen. Wann bekomme ich schon einmal die Chance dazu? ;)

Jetzt merke ich allerdings, dass ich, was das Alleinsein betrifft recht ungeübt bin. „I don´t know what to do with myself!“, so zu sagen, hehe. Unangenehm ist es trotzdem nicht.

 

Wenn ich es mir recht überlege, zu erzählen gibt es wieder nichts. Ich erlebe ja so gut wie nichts mehr. Ich beobachte in der Zwischenzeit, wenn sich mir die Gelegenheit bietet und ich unterwegs bin, nur noch Leute die die Straße auf und ab laufen und denke so bei mir: *Hier laufen sie herum – und woanders werden sie gesucht.*

 

Dafür war meine vergangene Woche recht erfolgreich. Die Klausuren liefen überraschend gut. Es lohnt sich also doch unentwegt mit den Augen an seinen Büchern zu kleben. Aber auf 100 % sind sie immer noch nicht und ich habe nur noch ca. sechs Wochen Zeit. Gestern mussten wir eine Hausarbeit abgeben. Für die hatten wir eine Woche Zeit bekommen und wir sollten den ganzen Stoff, der darin enthalten war unter Prüfungsbedingungen erledigen. Ja, sehr spannend, und vor allem so gut wie unmöglich. Kaum setzt man sich an den ganzen Quatsch dran, klingelt die Tür, das Telefon oder sonste-was. Meine Ohrstöpsel sind inzwischen meine besten Freunde geworden. xD
Und ich fühle mich wie ein Kleinkind.^^

Bezeichnungen wie „Pause“, „große Pause“ oder „Hausaufgaben“, (nicht zu verwechseln mit diesen Hausarbeiten), sind einfach nur erniedrigend. Hin und wieder ertappt man sich schon dabei, dass man sich insgeheim die Prüfung herbei sehnt, damit man den ganzen Quatsch recht schnell hinter sich hat und einfach nur noch arbeiten gehen kann. Andererseits fragt man sich aber dann, ob man dafür überhaupt schon so weit ist. Man fragt sich über dies auch, ob es so eine gute Idee war den gesamten Lehrgang zu verkürzen (?) Aber man will ja weiter kommen, nech.

Kürzlich warf eine junge Frau aus meinem Kurs so ganz trocken und resignierend ein, „Na toll. Ich habe auf den ganzen Mist keine Lust mehr. Ich werde einfach im Tierheim arbeiten.“

Wieder Situationskomik. ;)

Eine andere versuchte auf dem Flur ganz schlau zu sein und sagte verwirrter Weise, „Wer dämlich mit H schreibt ist nämlich.“

Da kann man mal sehen wie weit es mit uns allen schon gekommen ist. Ein anderes Mitglied, (männlich), war vorgestern noch nicht mal mehr in der Lage sich seinen Kaffee einzugießen. Das hätte man mal sehen müssen. Als ob er kurz zuvor für lockere dreißig Minuten einen Presslufthammer bedient hätte. Oder Alkoholiker auf Entzug. Natürlich ging alles daneben.

Aber immerhin recht erbauend zu sehen, dass man nicht alleine als Vollidiot in dieser Riege da steht.

 

Ich hoffe, dass es bald mal etwas Lustigeres zu erzählen gibt. Irgendwie mutiert mein Blog zu einem Meckerblog. xD

Jetzt werde ich mich mal zur Abwechslung auf andere Blogs konzentrieren, heute, da ich ja mal ein bisschen mehr Zeit habe. Danach muss ich noch langweilige Sachen auf den PC abtippen. Das dürfte auch wieder ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen. Jedoch ziehe ich heute das Angenehme dem Unangenehmen mal vor. ;)

von Aada - veröffentlicht in: Gedankenmatsch
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Freitag, 26. september 2008

Es ist manchmal schon unglaublich, was man teilweise an Abstrusitäten verkraften muss. Am Schluss bleiben viele viele Fragezeichen zurück, die man mit heftigem Kopfschütteln versucht wieder loszuwerden.

 

So erging es vermutlich meiner besseren Hälfte, Jack, als er sich ein paar Laugencroissants kaufen wollte….so wie er es jeden Morgen oder Vormittag macht. Er kauft immer zwei bis drei. Laugencroissants mit Frischkäsefüllung. Naja, Kjartan und er stehen halt drauf und ich finde es hin und wieder auch ganz lecker.

So war es auch heute. Er lief, wie jeden Tag, zur Bäckerei um sich diese heiß geliebten Teilchen käuflich zu erwerben.

„Zwei Stück bitte.“, so seine Worte. Und da das die zwei letzten Teile ihrer Art waren, schätze sich Jack insgeheim glücklich, dass er die Person war, der sie noch abbekommen sollte.

Mit zerknittertem Gesichtsausdruck packte die Backwarenverkäuferin nachdenklich und etwas zögerlich die zwei Croissants in eine Tüte. So kennt man das ja. Eigentlich nichts Ungewöhnliches. Dafür war ihre Bitte an Jack umso ungewöhnlicher, wie ich finde:

„Sagen Sie mal…können Sie nicht vielleicht das nächste Mal wenigstens einen Tag vorher bescheid sagen, dass sie diese Laugencroissants kaufen wollen?“

Ich verstehe an dieser Stelle völlig, dass Jack die Verkäuferin verdutzt fragte, „Öhm, wieso???“

Ihre Antwort war jedoch der Knaller!

„Naja, wie Sie unschwerlich erkennen können, sind das die letzten beiden. Kommt jetzt ein anderer Kunde der sie kaufen will, dann sind keine mehr da.“

Jack darauf hin: „Ja, richtig!? Wahrscheinlich weil ich sie gekauft habe. War ich halt schneller. Aber das eigentliche Problem dabei erkenne ich jetzt gerade nicht. Schönen Tag noch.“

…Und er hatte auch nicht länger Lust darauf mit dieser Person über irgendwelche Laugencroissantvorräte zu diskutieren. Also ich verstehe es ebenfalls nicht. Sehr merkwürdige Geschichte bzw. merkwürdige Anmerkung von dieser Verkäuferin. Da greif(e)/t man (ich) sich (mir) doch an den Kopf? Oder stehe ich mit dieser Auffassung alleine da? Wenn sie doch weiß, dass der gute Mann jeden Tag vorbei kommt und mindestens zwei Laugencroissants kauft, dann könnte sie doch einfach in Zukunft mehr bestellen. oO

Unglaublich….oder????

Nun ja, sehr schade, dass ich nicht dabei war…

von Aada - veröffentlicht in: Privatleben - Community: Lebensalltag
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Freitag, 26. september 2008

Auch bei uns im Institut gibt es –wer hätte es gedacht- Unterrichtspausen. Weil mich der Großteil aller Menschen nervt und ich mich darum lieber fern von Quasselstrippen oder sonstigem erhole, verbringe ich meine Pausen nun am Hinterausgang. Wahrscheinlich ist das bloß pure Einbildung, aber irgendwie scheint dort auch die Luft viel besser zu sein. xD

 

 

Aber was auf jeden Fall dort hinten besser ist, sind die Ereignisse die sich dort abspielen. Ok, man muss schon dabei gewesen sein, ob der Situationskomik, um einiges vom Lustigkeitsfaktor her nachvollziehen zu können. Aber dennoch war letzteres Geschehnis für mich so lustig, dass ich es einfach mal erwähnen will.

 

 

Seit einiger Zeit läuft da eine Dame herum, die offensichtlich einer streng organisierten islamischen Glaubensrichtung angehört. Das eindeutigste Indiz dafür wäre ihre Kleidung, denn ein Kopftuch reicht da anscheinend nicht mehr aus. Sie ist von oben bis unten mit einem schwarzen Schleier komplett eingehüllt und von ihrem Gesicht sieht man absolut nichts, außer ihre Augen vielleicht, (bei genauem Hinsehen)!

Ich gebe zu, ich habe mich zunächst, als ich sie das erste Mal sah, unglaublich erschrocken. So etwas hatte ich bisher nur im Fernsehen oder auf Bildern gesehen.

Da kommt man sich bisweilen schon ein wenig schäbig vor, weil man aus dem Starren nicht mehr heraus kommt. Man muss sich schon dazu zwingen nicht immer dort hinzugucken. Ist halt wie ein Unfall: Man will eigentlich gar nicht hingucken, aber man muss es doch.

 

 

Ich scheine da aber nicht die Einzige zu sein der es so geht. Wenn man so einige Situationen beobachtet, sobald sie auftaucht, gucken irgendwie alle.

 

 

Kürzlich überquerte sie mal wieder die Straße vor unserem Institut. Ein Fahrradfahrer kam ihr entgegen. Es handelte sich dabei um einen älteren Herrn. Naja, es war ein Opa. xD

Er fuhr ohnehin schon mit recht langsamem Tempo die Straße entlang, aber als auch er sie sah, wurde er noch langsamer. Dann fuhr er dichter an sie heran und krächzte:

 

 

„Wir sind hier in deutschland!!!“

 

 

Daraufhin konterte sie gekonnt mit piepsender Stimme: „halt die klappe!“

 

Als wenn die Situation nicht ohnehin schon so lustig gewesen wäre, wiederholte sich das Ganze noch einmal. Der alte Mann trat wieder etwas kräftiger in seine Pedalen und krächzte nun abermals etwas lauter in ihre Richtung:

 

 

wir sind hier in deutsch – land !!!“

 

 

Sie wieder, mit genau der gleichen Tonart: „halt die klappe!“,

 

und dieses wiederum unglaublich schnell ausgesprochen. Hm, als ob es auf Tonband aufgenommen gewesen wäre und sie einfach nur den Knopf für diese Antwort gedrückt hätte. Überhaupt schien das ganze Spektakel von den beiden so einstudiert zu sein, was das alles so witzig machte.

 

Naja, das Ende vom Lied war dann halt, dass der Opa von Dannen fuhr und sie in ihren Bus einstieg, während wir uns zu dritt die Bäuche vor Lachen hielten.^^

von Aada - veröffentlicht in: Tratsch
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Dienstag, 23. september 2008

Mein Kopf ist voll. Ich habe, so kurz vor den Prüfungen, das Gefühl, dass absolut nix mehr rein geht. Klar, das Wissen wird einem auch durch die Verkürzung recht komprimiert aufgetischt. Darum war es über lange Sicht hin abzusehen, dass diverse Blockaden sich einschleichen könnten. Eigentlich sollte man sich das auch immer wieder sagen, damit man nicht den Mut und vor allem die Lust an der Sache verliert. Aber manchmal stellt sich selbst das als nicht so leicht heraus. Bei mir ist es spätestens jetzt so weit. Ich gebe zu, es hat lange gebraucht bis dahin und darüber bin ich eigentlich auch froh, aber gewisse Lernblockaden stellen sich für mich als Egodowner heraus. Man schnallt nichts mehr was die Dozenten einem da vorne sagen und man ist erst recht nicht in der Lage sich zu konzentrieren. Aber sobald man zu Hause angekommen ist und sich noch einmal alleine an gewissen Themen versucht, scheint alles klar zu sein und man fragt sich hinterher: *Was soll ich denn jetzt eigentlich noch lernen? An und für sich kann ich es ja schon und verstehe es.*

Im Unterricht allerdings sieht es dann wieder ganz anders aus. Das Hirn scheint eingenebelt zu sein. Man sieht das sich die Lippen der Dozenten und Dozentinnen bewegen, nur das was er oder sie da erzählen, kommt irgendwie nicht an.

 

 

Letztens versagte ich komplett bei einem Thema, dass ich für gewöhnlich aus dem FF beherrsche. Keine Ahnung was da mit mir los war. Ich verbuche das jetzt bis auf weiteres als eine vorübergehende Blockadenphase und hoffe auf kommende Klarheit, hehe.

 

 

Manchmal bringt es ja schon etwas, wenn man sich ein bisschen ablenkt. Früher habe ich immer Fanfictions geschrieben, (ich weiß, ich bin ein Freak), oder mal nach einem Buch gegriffen. Hier und da die beste Lösung, wenn man mal mit sich selber nichts anfangen kann und verzweifelt versucht, sich von sich selber abzulenken.

Ein Buch würde jetzt allerdings gar keinen Sinn machen. Bei Fanfictions muss man immer so lange überlegen, bis man mal was einigermaßen Geistreiches bzw. Lesbares zustande gebracht hat. Darum stöbere ich seit einigen Tagen so nebenbei im Internet herum und lese die Fanfictions von anderen Leuten. Manche sind ja tatsächlich so mutig und stellen derartigen Krimskrams online. Würde ich jetzt zum Beispiel nicht machen. Ich verrate zwar gerne, dass ich ein Freak bin, aber das muss die Welt ja nicht in allen Einzelheiten erfahren….reicht ja schon, wenn ich einen Blog führe und mich hier zum Affen mache. xD

 

 

Unser Forum habe ich auch seit Ewigkeiten nicht mehr besucht und offen gestanden ein recht schlechtes Gewissen deshalb. Aber wenn ich mich einmal nur wieder auf diese Sachen konzentriere bleibt womöglich nicht mehr genug Luft für das was ich eigentlich machen sollte: Lernen….lernen….Lernen!!!

 

 

Also ist es wohl das Beste für mich ein Stündchen am Abend im Internet herumzusausen und mir fremde, komplett sinnesfreie Fanfictions über *was weiß ich nicht alles* durchzulesen und außerdem bei dieser Gelegenheit bei Overblog.com vorbeizuschauen, um den größten Stuss aller Zeiten niederzuschreiben. Man gönnt sich ja sonst nichts. ;)

von Aada - veröffentlicht in: Gedankenmatsch
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Mittwoch, 10. september 2008
Endlich steht mein neuer Rechner in unserer Bude. Ich gebe zu, es hat nun ziemlich lange gedauert und ich scheine hier für die einen oder anderen Leser mehr oder weniger unter gegangen zu sein. Aber ich war mit dem Kopf in Klammern immer hier, denn Paukstoff hin oder her, ein bisschen Freizeitgeschreibsel muss drin sein. Selbstverständlich bedeutet das noch immer nicht, dass ich für den Blog ALLES geben können werde. Aber immerhin, man wird wieder etwas von mir hören bzw. lesen.^^

Ansonsten ist natürlich einiges bei mir los gewesen. Der Prüfungsstress rückt immer näher, der Stress mit unserem ganz besonderen Nachbarn wurde bis vor kurzem auch nicht viel besser und zu allem Überfluss fingen auch noch meine Mutter und ich uns an zu streiten. Das lief auch so ein paar Wochen lang. Wir redeten zwar nicht miteinander, aber selbstverständlich übereinander und keine der beiden Seiten hatte etwas Gutes zu berichten. Für die nötigen „unerfreulichen“ Infos schickten wir meine Schwester, (Frau L.), hin und her. Ich glaube sie hatte es insgeheim sogar sehr begrüßt, dass Mutter und ich uns in der Wolle hatten. ;)

Aber der Ärger schien so eine Art Virus gewesen zu sein, der in nächster Umgebung seine Kreise zog. Auch in unserem Kurs merkte man so mit der Zeit eine leicht ansteigende Anspannung. Langsam scheinen einige in Panik zu geraten oder so. Die Stimmung war jedenfalls nicht die beste. Irgendwann krachte es gewaltig. Und weil ich beispielsweise sowieso immer schon Ärger wie ein Magnet anzog, knallte es u. a. zwischen mir und einer Kursteilnehmerin. Die Sätze durchfetzten nur so den Raum, flogen so hin und her und Eines ergab das Andere. Jetzt ist natürlich wieder alles gut. Wir haben uns alle wieder lieb und pauken fleißig miteinander oder jeder für sich. Sogar mein Geburtstag wurde noch so angefeiert. Von meiner Klasse bekam ich ein Ständchen und eine dicke Topfpflanze. Falls es jemanden interessieren sollte:

Es handelt sich dabei um eine gelbe Zantedeschia, dicht gewachsen mit drei Blüten. Sehr aufmerksam!

Allerdings war der Kursfriede auch erst vor ca. zwei Wochen wieder eingekehrt. Es traf sogar einen Dozenten….und zwar DEN Dozenten…..der Obermackerdozent. Kurzweilig hatte er es sogar ein kleines bisschen verdient. Seine Art löste eine Welle von Unmut, Resignation und Ärger aus. Da war er bei mir ausgerechnet an der richtigen Adresse. Ich hatte sowieso schon privaten Ärger genug. Dann auch noch dort, wo ich inzwischen die meiste Zeit meines Lebens verbringe? Und so ungefähr reagierte ich dann auf ihn, was mir hinterher allerdings extrem Leid tat. Darum schaffte ich das Ganze mit einer simplen Entschuldigung nach einem Stutzerwochenende aus der Welt und erhielt von seiner Seite aus eine fette Portion Selbsterklärung. Auch ihm schien so einiges Leid zu tun. Naja, war jedenfalls nicht die schlechteste Reaktion von ihm. Immerhin ist er seit dem wie verwandelt. Bei dieser besagten Mitschülerin, (die um einiges älter ist als ich), lief es noch viel einfacher ab. Nach dem verkrachten Wochenende verhielt sie sich so wie immer, als ob nichts gewesen wäre. Das kam mir zwar am Anfang spanisch vor, weil es ja wirklich ganz derbe gekracht hatte, aber sie scheint sich tatsächlich wieder eingekriegt zu haben. Ich schob es hinterher auf ihren Lernstress, den damit verbundenen Druck und sah daher keinen Anlass mehr irgendetwas mit ihr in dieser Richtung zu klären oder ihr nachhaltig etwas übel zu nehmen.

Wie gesagt, ungefähr zwei Wochen später meldete sich mein Geburtstag zu Wort und ich bekam Besuch von meinem Vater und von meiner Schwester, (Frau S.), die ich im Übrigen seit neun Jahren nicht mehr gesehen hatte. Also der nächste Punkt bei dem sich Stress ankündigte. Ich kenne sie zu gut um zu wissen, dass sie eine verwöhnte Zicke ist, aber wiederum zu wenig um das ganze menschlich immer so bei ihr einschätzen zu können. Denn eigentlich ist sie eine ganz liebe und umgängliche Person, wenn man es geschafft hat sie zu knacken. Aber die ersten zwei Tage ihrer Anwesenheit sah es ganz und gar nicht so aus, als könnte man sie knacken. Besonders an meinem Geburtstagsessen nagte das unwahrscheinlich an mir und ich war geradezu hoffnungslos. Wir hatten uns augenscheinlich total auseinander gelebt. Dabei waren wir doch mal so unzertrennlich. So etwas ist enorm bedauerlich und verletzend. Dafür aber umso erfreulicher, wenn sich am Schluss doch noch herausstellt, dass das alles unsichere Fassade war und man sich doch gegenseitig eingesteht, dass man sich gewaltig vermisst hat weil man sich eben sehr mag. Allerdings ist es in solchen Fällen eine Unmöglichkeit von Null auf Hundert hochzufahren. Ich gebe zu, die Beschnupperungsphase war hart, am Schluss jedoch umso herzlicher.
Folglich wieder ein Problem weniger, aber dafür war der Abschied natürlich mal wieder nicht so einfach.

Durch den Besuch meines Vaters und meiner Schwester, (Frau S.), glätten sich auch wie von selbst die Wogen zwischen meiner Mutter und mir. Dennoch habe ich mich dazu entschlossen künftig was sie angeht etwas auf Abstand zu gehen.

In der Zeit, als ich unfreiwillig ohne Rechner und mehr oder weniger ohne Zugriff auf das Internet leben musste, habe ich natürlich nicht NUR gepaukt wie eine Blöde. Ich habe auch ganz normal mit Stift und Blatt Tagebuch geschrieben –was ich nebenbei sowieso immer so für mich mache- und folglich sämtliche Ereignisse und einzelne Situationen viel genauer aufgezeichnet habe. Ehrlich gesagt hatte ich mir schon überlegt das alles hier nachzutragen. Aber ich habe mich dann doch dagegen entschieden. Man muss sich das schließlich so vorstellen: Man schreibt sich den Ärger von der Seele und da werden dann teilweise auch aus dem ganzen Ärger heraus unfaire Sachen daher geschrieben. Wobei ich mich selbst in meinem Tagebuch doch recht zusammenreiße. Aber egal. Zu gewissen Sachen habe ich inzwischen, da der Ärger ja nachgelassen hat, eine ganz andere Haltung. Also sehe ich in dem Ganzen keinen Sinn mehr. Was mich allerdings die ganze Zeit am meisten bewegte und ärgerte war zum Beispiel, dass ausgerechnet jetzt unser Rechner total den Geist aufgeben musste. Da war wirklich absolut gar nichts mehr zu machen. Wenn man auf so ein Teil so was von angewiesen ist, merkt man erst wie kacke es sein kann ohne sein zu müssen. Oben drauf kam natürlich die Dauerkacksituation mit unserem Nachbarn Herrn M. der einfach keine Ruhe geben kann oder will und dann auch noch der Stress mit Mutter; Dozent; allgemein gespaltene und dicke Luft im Kurs, da ja alle so unheimlich gestresst sind weil sie sich selber stressen; Fetzerei mit einer Kursteilnehmerin…….

Also irgendwann reicht es einem dann auch mal. Am liebsten hätte ich mich für eine Weile total isoliert eingeigelt. Aber das geht ja nicht. ;)
Wie gesagt, sämtliche Stressfaktoren konnten beseitigt werden. Sogar, wer hätte es gedacht, der Stress mit unserem Nachbarn Herrn M.
Zumindest vorläufig. Ich will ja nicht zu viel versprechen. Jack krallte sich in einer günstigen Minute den werten Herrn und fragte ihn, ob es ihm nicht auch langsam mal zu blöd sei sich wegen diesem gesamten Blödsinn ständig in die Haare zu bekommen. Herr M. reagierte darauf für meinen Geschmack sehr überraschend. Aber wenigstens mal zum Positiven. Er bedankte sich bei Jack dafür, dass er den Anfang machte und den ganzen Krach beseitigen wollte. Er hätte auch keine Lust mehr auf den ganzen Quatsch. Darüber hinaus täte ihm alles was er getan hätte unheimlich Leid; die Drohungen; die Sachbeschädigungen; die Beschimpfungen etc. pp. Wofür er sich auch noch entschuldigte war, –und darüber musste ich im Nachhinein wahrlich lachen-, dass er ab und zu so viel getrunken hätte. Er sagte natürlich noch viel mehr. Der Mann hatte auf einmal so viel Redebedürfnis, dass Jack so gut wie gar nicht dazwischen kam und irgendwann einfach nur noch den Zuhörer spielte. Unter anderem erwähnte er glaube ich auch, dass seine Freundin furchtbar geweint hätte, nachdem ich auf ihre blöden Sprüche gekontert hatte. Ganz allgemein - wie ging noch gleich der Spruch? „Hunde die bellen beißen nicht“, oder so? Würde nach dieser Nachricht zumindest auf diese beiden Pappenheimer zutreffen. Jedenfalls gingen die zwei Männer in Frieden auseinander und das könnte bedeuten, dass wir auch in diesem Punkt zukünftig Ruhe haben werden, was ja die Wohn- und Lebensqualität ernorm aufbessern könnte, hehe.

So, und weil ich nach der gesamten Zeit jetzt wirklich genug für heute gebrabbelt habe, werde ich mich fürs Erste wieder verabschieden und versuchen so schnell wie möglich neue Buchstabenanreihungen von mir zu geben.
von Aada - veröffentlicht in: Privatleben
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